Spatenstich für einfaches Bauen in Witten
Neben der Anwendung modularer Bauweisen werden in Witten unterschiedliche Ansätze für ein kostenbewusstes Planen und Bauen erprobt. Die gewonnenen Erfahrungen sollen dazu beitragen, die aktuelle Debatte um einfaches und bezahlbares Bauen mit konkreten Praxiserfahrungen zu unterlegen. Nach aktuellen Kalkulationen werden dabei Baukostenersparnisse von rund 15 bis 20 Prozent gegenüber einer konventionellen Ausführung desselben Gebäudes erwartet.
Mehrere Maßnahmen sollen es einfacher machen
Dazu werden unter anderem Deckenstärken reduziert, technische Vorgaben vereinfacht sowie einzelne Ausstattungsmerkmale auf das notwendige Maß begrenzt. Gleichzeitig kommen vorgefertigte Bauteile zum Einsatz: Sämtliche Wandelemente werden vorproduziert zur Baustelle geliefert, die Bäder als Fertigbäder eingebracht. Zudem wird auf eine Unterkellerung verzichtet. Neben den Kosteneffekten soll insbesondere die Bauzeit verkürzt werden. Bereits bei diesem vergleichsweise kleinen Wohngebäude führt eine um zwei bis drei Monate kürzere Bauzeit dazu, dass der Wohnraum schneller zur Verfügung steht.
Bezahlbarer Wohnungsbau in NRW
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht das Vorhaben als wichtigen Praxisbeitrag für die Weiterentwicklung des bezahlbaren Wohnungsbaus in Nordrhein-Westfalen. Sie sagte: „E² – einfacher bauen, erschwinglich wohnen: Wir zünden den doppelten Schub für bezahlbares Wohnen. Wir machen Bauen einfacher und sorgen mit unserer öffentlichen Wohnraumförderung zugleich für bezahlbare Mieten.
6,50 Euro Miete je Quadratmeter
Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Mitte 2027 geplant. Die acht Wohnungen werden als öffentlich geförderte Wohnungen errichtet und zu der aktuell geltenden Fördermiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Belastbare Erkenntnisse zu den tatsächlichen Einsparungen und zur Bauzeitenverkürzung sollen nach Abschluss des Projekts und der abschließenden Nachkalkulation im zweiten Halbjahr 2027 vorliegen. Erst dann wird sich belastbar beziffern lassen, welchen Anteil die Gebäudetyp-E-Ansätze, die modulare Bauweise und die öffentliche Förderung jeweils an den Einsparungen haben.











