Kooperationen

Deutsche Wohnen übernimmt GETEC Media und stärkt Position im digitalen Wandel

27.09.2018

Die digitale Immobilienwirtschaft wird greifbar, konkrete Geschäftsmodelle eröffnen sich. Mit der Übernahme der GETEC Media GmbH und ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften von der GETEC Group schafft sich die Deutsche Wohnen eine starke Position in diesem Feld. Über die Plattform werden künftig infrastrukturelle und technologische Transformationsprozesse des Unternehmens maßgeblich mitgestaltet. Mit MiA – Meine intelligente Assistenz wurde erst kürzlich ein groß angelegtes Projekt intelligenter Gebäudesteuerung begonnen.

eine Computertastatur auf deren einer Taste steht "Digitalisierung im Mittelstand"
BILD: ADOBESTOCK/MOMIUS

Die GETEC Media GmbH wurde 2014 aus dem Magdeburger Energiedienstleister GETEC heraus gegründet. Das Unternehmen ist auf hochmoderne Telekommunikations-dienstleistungen spezialisiert und konzipiert zudem Produktlösungen im Bereich intelligente Gebäudevernetzung. Über 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an verschiedenen Standorten beschäftigt und sollen auch nach der Integration in die Deutsche Wohnen für das Unternehmen tätig bleiben.

Mit der GETEC Group als Muttergesellschaft der GETEC Media verbindet die Deutsche Wohnen bereits eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft, die nun mit der Transaktion weiter ausgebaut wird. Das Gemeinschaftsunternehmen G+D Gesellschaft für Energiemanagement mbH wurde 2013 gegründet, beliefert inzwischen bundesweit über 75% des zentral versorgten Deutsche Wohnen Portfolios mit verschiedensten Energieträgern und hebt gezielt Effizienzpotentiale im Immobilienbestand.

Und seit diesem Jahr arbeiten die beiden Unternehmen auch im Bereich Intelligent Building zusammen. So wurde kürzlich ein groß angelegter Feldversuch mit dem Smart Home-System MiA – Meine intelligente Assistenz gestartet. Insgesamt 3.000 Berliner Haushalte aus dem Bestand der Deutsche Wohnen werden ihre Heizung demnächst mit einem Tablet zentral und nach ihrem individuellen Bedarf steuern können. Perspektivisch lässt sich das Smart Home System um weitere smarte Anwendungen erweitern, wie etwa Lichtsteuerung oder marktübliche Sprachsteuerungsgeräte.

Die Deutsche Wohnen investiert nicht zum ersten Mal direkt in Start-ups. So wurde im vergangenen Jahr ein umfangreicher Kooperationsvertrag mit dem Anbieter des schlüssellosen Zugangssystems KIWI geschlossen und eine Minderheitsbeteiligung erworben. Im Zuge der Kooperation werden seit 2017 sukzessive alle Hauseingangstüren im Bestand der Deutsche Wohnen mit KIWI ausgestattet.

Darüber hinaus hat die Deutsche Wohnen kürzlich ihr Investment in das auf die Digitalisierung von Grundrissen spezialisierte PropTech VRnow bekanntgegeben. Erstes gemeinsames Ziel: Alle Grundrisse im Bestand der Deutsche Wohnen digitalisieren. Darüber hinaus geht die gemeinsame Arbeit bereits von Wohnungs- zu Gebäudegrundrissen über.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen außerdem in Kooperation mit der Hochschule Anhalt das Projekt B-Colab umgesetzt: Studentinnen des Masterstudiengangs Online-Kommunikation forschen dabei in einer Wohnung der Deutsche Wohnen die vielfältigen Möglichkeiten smarten Wohnens ganz praktisch im Alltag.

Suchbegriffe: Deutsche WohnenDigitalisierungIntelligent BuildingMiaVRnow

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