Advertorial (Werbung)
Ungewöhnliches Konzept

Wärmepumpe für jede Wohnung im MFH

Hohe Vorfertigung ermöglichte den raschen Aufbau von 16 Wohneinheiten in einem Mehrfamilienhaus im niederländischen Losser. Dazu passt die modulare Wärmepumpe MWL von REMKO: Für jede einzelne Wohnung liefert sie bedarfsgerecht Wärme, Warmwasser und frische Luft. Nach mehr als drei Jahren Betrieb sind die Erfahrungen äußerst positiv.

1211
Das dreigeschossige Mehrfamilienhaus in Losser wurde aus Containern errichtet. Bild: Remko, Lage
Das dreigeschossige Mehrfamilienhaus in Losser wurde aus Containern errichtet. Bild: Remko, Lage

Wenn zwei innovative Unternehmen zusammenarbeiten, entsteht ein bemerkenswertes Projekt – so geschehen im Fall eines Mehrfamilienhauses in Losser. Dura Vermeer, eine der größten Baufirmen in den Niederlanden, und REMKO, Spezialist für erneuerbare Energien, errichteten in der niederländischen Gemeinde ein ungewöhnliches Bauwerk. Dabei funktionierte das Zusammenspiel von Systembau, rascher Montage und zukunftsfähiger Technologie bestens.

Das Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten besteht aus Containern, die zu 85 % vorgefertigt wurden. Diese sind durch die teils verklinkerte Fassade und die vorgesetzten Balkone nicht zu erkennen. Drei Container, die an den Längsseiten verbunden sind, bilden jeweils eine Einheit mit rund 70 m² Wohnfläche. Drei Geschosse mit je sechs Einheiten ergeben dann das Gesamtgebäude. In zweien der Erdgeschoss-Einheiten ist Platz für Lagerräume und Haustechnik. Zwischen die Einheiten wurde ein schmaler Block für Treppenhaus und Aufzug geschoben. Im mittleren Teil jeder Wohnung befinden sich die Technik und die Versorgungseinrichtungen.

Dementsprechend sind dort Bad und Küchenzeile angeordnet, dazu kommen Wohn-/Essbereich plus zwei Schlafräume. Aufgrund der durchdachten Konstruktion liegt der Wärmebedarf pro Wohnung bei sehr niedrigen 2 kW – ein idealer Einsatzbereich für die modulare Wärmepumpe MWL.

MWL: All in one

Wärme, Warmwasser und frische Luft – all das liefert die MWL. Jedes Gerät greift auf den Quellenpufferspeicher zu, der wiederum von einer Wärmepumpe WKF 170 Duo und einer PV-Anlage mit 22,4 kWp gespeist wird. Für die Wohnungslüftung hat REMKO das Konzept entsprechend den niederländischen Vorgaben erstellt, inklusive der vollständigen Rohrnetzberechnung. Die Verrohrung für Zu- und Abluft konnte bereits in der Vorfertigungsphase weitgehend installiert werden.

Für die Temperierung wählte man drei KWK-Deckentruhen pro Wohneinheit. Dabei handelt es sich um wassergeführte und mit Ventilation unterstützte Heiztruhen, die unter der Decke montiert wurden. Mit diesen Geräten lässt sich bei Bedarf auch kühlen, und zwar folgendermaßen: Die kühlfähige Quelle hält den Pufferspeicher im Sommer auf 20 °C. Mithilfe des Quellenpufferwassers werden die Einheiten angenehm heruntertemperiert. In den Wohneinheiten wiederum wird vorhandene Wärme durch das Heizsystem aufgenommen und in den Pufferspeicher eingespeist.

Diese dem Speicher zugeführte Wärme dient an anderer Stelle im Gebäude zur Warmwasserbereitung – quasi eine perfekte Energieverschiebung. Die PV-Anlage liefert dafür den benötigten Strom.

Schmal und leistungsfähig

Auf der Fläche eines Kühlschranks steht die MWL im Abstellraum. Drei Module bilden einen kompakten, 205 cm hohen Block. Unten befindet sich der 149 l fassende Trinkwasserspeicher, darauf die Wärmepumpe und oben das Lüftungsgerät mit den Anschlüssen. Durch den Schallleistungspegel von 37 dB(A) arbeitet sie sehr leise.

Die Wasser/Wasser-Wärmepumpe, das Herz der MWL, verfügt über eine Heizleistung von 3,2 kW (bei W20/W35). Sie erreicht einen COP von 6,8. Als maximale Anschlussleistung waren 3,8 kW pro Wohneinheit vorgegeben. Dieser Wert konnte mit der MWL problemlos erfüllt werden. Das Gerät setzt die aus der Wärmequelle bereitgestellte Energie optimal in Raumwärme und Warmwasser um. Zur Sicherheit ist zudem ein 3-kW-Heizstab integriert, der eine schnelle Warmwasserbereitung und einen Notheizbetrieb ermöglicht.

Verbindung mit dem Quellenspeicher

Jede MWL ist mit dem Quellenspeicher verbunden. Dieser wird so ausgelegt, dass pro Wärmepumpe ca. 50 bis 70 Liter Inhalt zur Verfügung stehen. Befüllt wird der Quellenspeicher MPS mit 800 Litern Inhalt vorwiegend von der Wärmepumpe WKF 170 Duo mit einem Heizeinsatzbereich von 27 bis 32 kW. Die Kombination von Wärmepumpen bietet einen entscheidenden Vorteil: Das Gesamtsystem weist praktisch keine kostenrelevanten Abstrahlverluste auf; das verhindert ein Überhitzen von Schächten und Durchgangsräumen. Alle Wärmepumpen – die Quelle sowie die MWL in den Wohneinheiten – arbeiten jeweils im energetisch optimalen und im maschinenschonenden Bereich. Dadurch ist das Gesamtsystem höchst wirtschaftlich und langlebig.

Die Quelle liefert via Pufferspeicher konstant 20 °C. Diese Grundtemperatur wird in der Wohneinheit auf den erforderlichen Vorlauf-Wert für die Heizung, hier 40 °C, weiter erwärmt. Dieser geringe Temperaturhub belastet die Wärmepumpen in ihrem Betrieb nur wenig, was sich positiv auf die Laufzeit auswirkt.

Anschlüsse und Regelung

Bei diesem Konzept wird lediglich die Kaltwasserleitung bis zur MWL geführt, von dort lassen sich die Zapfstellen in den Wohnungen anbinden. Des Weiteren wird pro Wohneinheit ein Zweileitersystem errichtet, das heißt Vor- und Rücklauf zum zentralen Pufferspeicher als Ringleitung, jeweils mit Stichleitung zur MWL. Dies ist im Vergleich zum 4-Leiter-System deutlich kostengünstiger. Im Gebäude in Losser sind zwei Kreise mit jeweils einer Pumpe installiert, die acht MWL versorgen. Der Aufwand und die Installationskosten fallen gering aus. Da auf eine Warmwasserleitung verzichtet werden kann, gibt es keine Zirkulation. Damit entfällt weitgehend der Aufwand für die Dämmung in Installationsschächten.

Die MWL wird stromseitig in die Elektroverteilung der Wohneinheit eingebunden. In den Wohneinheiten finden sich keine Bedienteile. Die Anlage wird stattdessen via Internet über die von REMKO eigens programmierte Smart-Web-Oberfläche betrieben.

Das Plug-and-Play-Prinzip reduziert die Kosten für Installation und Inbetriebnahme pro Wohneinheit zusätzlich. Die Module der MWL sind größtenteils vorkonfektioniert und werden in ein stabiles Gestell eingefügt. Dort sind bereits bestimmte Hydraulikkomponenten installiert, etwa für den Anschluss der Quelle, des Heizungsvor- und -rücklaufs und der Kalt- und Warmwasserverrohrung. Im Konzept enthalten ist auch ein Platz für den Wärmemengenzähler, über den abgerechnet wird, sowie für die Wasseruhr. Sind alle Bauteile eingefügt, wird die Wärmepumpe mit ihrer Hülle fertiggestellt.

Positive Erfahrungen

Im Frühjahr 2022 zogen nach und nach Mieter in die Wohnungen ein. In den ersten Monaten erfolgte ein Nachjustieren der Einstellungen, was per Fernwartung rasch und problemlos gelang. In Abstimmung mit den Bewohnern konnten alle Details zur Zufriedenheit geklärt werden. Als Pluspunkte schätzt man den sehr niedrigen Energieverbrauch und die unabhängige Versorgung jeder Wohnung. Zudem geht die Abrechnung der Verbräuche deutlich einfacher vonstatten als bei konventionellen Systemen.

Als Ergebnis können die Verantwortlichen von Dura Vermeer und REMKO ein durchweg positives Fazit ziehen. Inzwischen steht daher ein weiteres MWL-Projekt in Rotterdam mit 40 Wohneinheiten vor dem Abschluss.

Objekt: Mehrfamilienhaus in Losser/Niederlande 
Baujahr: 2021/2022 
Planung: Dura Vermeer zusammen mit Remko GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik 
Installateur: Installatiebedrijf G. van Dam bv, 7461 JA, Rijssen | www.vandamgroep.com 
Eingesetzte Komponenten: 16 modulare Wärmepumpen MWL, 1 Wärmepumpe WKF 170 Duo, je 3 KWK-Deckentruhen pro Wohneinheit zum Heizen und Kühlen 
Hersteller: Remko GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik 32791 Lage | www.remko.de

Remko GmbH & Co. KG 
Klima- und Wärmetechnik 
32791 Lage 
Team Planerberater 
Tel.: 05232 606-0 
E-Mail: planerberater@remko.de 
www.remko.de

Von der Strategie zur Umsetzung

Die Strasburger ET GmbH begleitet Unternehmen dabei, die passende Herangehensweise an Themen wie Mieterstrom zu finden.

Zusammen mit der Grundstücks-Gesellschaft TRAVE mbH hat Strasburger ET GmbH eine umfassende Solarstrategie entwickelt, die den Ausbau erneuerbarer Energien in deren Beständen ermöglicht. Neben der Identifikation von Mieterstrompotenzialen wurden wirtschaftliche und technische Optimierungsmöglichkeiten für zukünftige PV-Projekte erarbeitet.

Auch private Vermieter können von diesem Ansatz profitieren: Ein Eigentümer in Hannover beauftragte die Firma Hanebutt Solar mit der Installation einer 25-kWp-Photovoltaikanlage auf seinem Haus mit zwölf Parteien. Anstatt auf Volleinspeisung zu setzen, entschied er sich für ein Mieterstrommodell. Die Integration und Abrechnung des Projekts wurde durch die Strasburger ET GmbH begleitet. Dank einer automatisierten Softwarelösung für Abrechnung und Verbrauchsvisualisierung profitieren die Mieter für die nächsten 20 Jahre von einer transparenten und fairen Kostenstruktur.

Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan
AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen131.78 KB

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Wärmepumpe für jede Wohnung im MFH
Seite 44 bis 45
10.6.2024
Heizen, Warmwasser, Lüften
Für die Dekarbonisierung älterer Mehrparteienhäuser muss nicht immer eine zentrale Wärmepumpe eingesetzt werden. Je nach Objekt kann es sinnvoll sein, in jeder Wohnung eine Wärmepumpe arbeiten zu...
30.10.2023
Umfassende Sanierung
Ein Beispiel für eine gelungene Sanierung im Bestand steht in Celle. Ein Mehrfamilienhaus wurde innen wie außen modernisiert und dabei energetisch ertüchtigt. Einen wesentlichen Baustein bildet die...
28.4.2023
Trotz Hindernissen glauben Unternehmen weiter an den „Energiesprong“
Energetische Sanierung in Serie – für manche ist das der Königsweg, um die klimapolitischen Ziele im Gebäudebestand zu erreichen und trotzdem günstige Mieten zu erhalten. Doch die bisher realisierten...
3.5.2024
Serielle Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden
Die serielle energetische Sanierung von Gebäuden hat einige Zeit gebraucht, um Fahrt aufzunehmen. Doch jetzt setzt das von der Deutschen Energie-Agentur (dena) getragene Energiesprong-Konzept zum...
26.10.2023
Vier Wärmepumpen übernehmen größten Teil der Heizlast
Die Aufregung um den forcierten Einsatz von Wärmepumpen im Gebäudebestand ist abgeebbt. Die Politik gewährt Aufschub. Ob das konstruktiv ist, sei dahingestellt. Klimawandel und Rohstoffmangel dulden...
5.11.2024
Die neue VDIV-Präsidentin Sylvia Pruß im IVV-Interview
Sylvia Pruß ist seit 30 Jahren als Hausverwalterin tätig. Im Gespräch mit der IVV verrät sie, wie sie Ehrenamt und Firmenchefin unter einen Hut bringt, spricht über Gebührenerhöhungen und die...