Erfolgreicher Start der Fachmesse Heikom

Daten erfassen, vernetzen und analysieren

Mehr als 1.000 Besucher und 60 Aussteller netzwerkten auf einer neuen Messe in Erfurt zwei Tage lang rund um das digitale Energie- und Gebäudemanagement.

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Die Heikom-Besucher nutzten die Gelegenheit für persönliche Kontakte. Bild: DEUMESS/Frank Schütze
Die Heikom-Besucher nutzten die Gelegenheit für persönliche Kontakte. Bild: DEUMESS/Frank Schütze

Die erste Ausgabe der Heikom, eine neue Fachmesse für digitales Energie- und Gebäudemanagement, endete am 23. Oktober 2025 in der Messehalle 1 der Messe Erfurt. Über 1.000 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 60 ausstellende Unternehmen nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil.

Der Veranstalter Deumess e.V. möchte mit der Heikom ein neues Format für übergreifenden Austausch zu Technologien und Dienstleistungen etablieren rund um das digitale Energie- und Gebäudemanagement.

Die Messe gab einen Überblick über technologische Entwicklungen in den Bereichen Submetering, Sensorik, Softwarelösungen, Digitalisierung des Heizungskellers und Integration erneuerbarer Energieversorgung. Außerdem förderte sie den Dialog zwischen verschiedenen Bereichen. Die Veranstalter zeigten sich mit dem Auftakt zufrieden und planen für den Oktober 2027 bereits eine Folgeveranstaltung.

Relevante Player vernetzen

„Messdienstleistungen bilden eine wichtige Schnittstelle im modernen Gebäudemanagement. Sie verbinden Sensorik und Datenauslesung auf der einen Seite mit Datenanalysen und darauf basierender Steuerung von Energieflüssen oder Gebäudetechnik auf der anderen Seite. KI spielt dabei eine immer größere Rolle“, erklärt Hartmut Michels, Vorstandsmitglied des Deumess e.V., den Ansatz der Messe. „Wir als zentraler Verband mittelständischer Mess- und Energiedienstleister wollen entsprechend als Schnittstelle zwischen den beteiligten Akteuren agieren. Mit der Heikom vernetzen wir alle relevanten Player entlang der digitalen Energiewertschöpfungskette in Immobilien. Sie müssen und wollen zusammenarbeiten, um Immobilieneigentümer und Nutzer auf dem Weg zur Energiewende zu unterstützen.“

Thematische Breite als Ausgangspunkt

Die Spannweite der Themen auf der Heikom war breit gefasst. Vertreten waren klassische Anbieter aus dem Submetering, Hersteller von Sensorik und Messgeräten, Software- und Plattformanbieter sowie junge Unternehmen aus dem PropTech-Sektor. Branchen-Größen wie Engelmann, Qundis, Vodafone oder Aareon trafen auf mittelständische Anbieter wie Kugu Home, Green Fusion oder Lorenz sowie auf Start-ups wie Sensaru, Othermo oder Hosenso.

Die Vielzahl der beteiligten Akteure machte deutlich: Digitalisierung im Gebäudebereich ist nicht nur eine Frage einzelner Technologien, sondern erfordert eine integrierte Betrachtung von Erfassung, Abrechnung, Analyse und Steuerung. Die Verzahnung von Wärme- und Stromversorgung sowie die Einbindung nutzerbezogener Services waren ebenfalls Themen auf der Messe. Diskutiert wurde zudem die Rolle von Plattformlösungen. Sie vernetzen verschiedene Anwendungsbereiche und eröffnen damit neue Steuerungsoptionen.

Politische Perspektiven und virtuelle Räume

Ein besonderer Programmpunkt war der Impuls von Steffen Schütz, Thüringens Minister für Digitales und Infrastruktur am Nachmittag des ersten Messetages. In seinem Beitrag unterstrich er die Bedeutung digitaler Gebäudedaten für den Immobilienbetrieb der Zukunft. Im Anschluss an seinen Vortrag nahm sich Minister Schütz Zeit für einen Rundgang über die Messe. Er besuchte die Ausstellerstände, den Start-up-Bereich sowie die „Smart Cave“ – eine gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut entwickelte immersive Virtual-Reality-Installation. Sie erlaubt, Gebäude und Anlagen ohne klassische VR-Brillen in 3D zu erfahren.

Start-up-Bereich als perfekte Ergänzung

Ein eigenes Segment der Messe war der Start-up-Bereich. Dort präsentierten Unternehmen ihre innovativen Ansätze für ein digitales Gebäudemanagement. Am ersten Nachmittag fanden zusätzlich Pitchformate statt. Dabei stellten sich die beteiligten Start-ups auf der zentralen Bühne einem breiteren Fachpublikum vor.

Wie geht es weiter? Nach Einschätzung von Deumess hat die Messe das Ziel erreicht, die verschiedenen Teile der Wertschöpfungskette im digitalen Gebäudemanagement miteinander ins Gespräch zu bringen. „Wir sind extrem zufrieden mit dem Debüt der Heikom“, resümiert Deumess-Vorständin Michaela Jones. „Sie hat einmal mehr gezeigt, wie groß der Vernetzungswille in der Branche ist, um gemeinsam das Angebot für Immobilienwirte und Immobilienverwalter auszuweiten“. Insgesamt hat die Heikom 2025 den strukturierten und gewerkeübergreifenden Dialog über Technologien, Daten und Kooperationen rund um digitales Energie- und Gebäudemanagement vorangebracht. (Red.)

Die nächste Heikom ist für den 13. und 14. Oktober 2027 erneut in Erfurt geplant.

Bereits nächstes Jahr findet am 5. und 6. Mai 2026 in Würzburg der 12. Deumess-Fachkongress statt.

Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan
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