Leipzig-Grünau wächst, wird jünger und braucht Unterstützung

Klientel der Wohnungsgenossenschaft „Lipsia" jünger. Infrastruktur gefragt

Im Leipziger Stadtteil Grünau sind in den letzten 5 Jahren über 4.000 Einwohner dazu gekommen. Dabei ist der Altersdurchschnitt der Zuzügler gesunken. Die Wohnungsgenossenschaften wollen passende Wohnungen bereitstellen, die Stadt ist gefragt, zeitgemäße Schulen und Betreuungseinrichtungen zu schaffen.

Haus der WG „Lipsia“ eG in der Grünauer Uranusstraße. BILD: LIPSIA EG
Haus der WG „Lipsia“ eG in der Grünauer Uranusstraße. BILD: LIPSIA EG

Nachdem der Stadtteil nach der Wende jahrelang schrumpfte, wächst er nun wieder deutlich. Die Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG hat mit über 3.000 Wohnungen in 81 Objekten reichlich ein Drittel ihres Gesamtbestandes in Grünau. Jede Veränderung in der Bevölkerung macht sich hier bemerkbar.

Investitionen in Wohnungen, Schulen, Sportstätten und Jugendfreizeiteinrichtungen

Die WG „Lipsia“ eG verringert kontinuierlich ihren Leerstand in Grünau und investiert in komplexe Sanierungen und Modernisierungen der Wohngebäude. Die Kaltmiete von derzeit zur Vermietung angebotenen Wohnungen liegt zwischen 4,14 Euro pro m² in teilsanierten und bis 6,06 Euro pro m² in neu sanierten und modernisierten Wohnungen.

Schulen in gutem Zustand und mit moderner Ausstattung sind ein essentieller Baustein für eine gute soziale Entwicklung in einem Stadtteil. Das Stadtentwicklungskonzept sieht für die nächsten 12 Jahre Investitionen in Schulen, Sportstätten und Jugendfreizeiteinrichtungen von 40 Millionen Euro vor. „Das ist ein wichtiger Anfang. Aber es muss noch mehr passieren, um die positive Entwicklung im Stadtteil zu unterstützen“, mahnt Dr. Kristina Fleischer, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG.

Moderater Anstieg der Mieten

Grünau bietet nach umfangreichen Sanierungen sehr gute Wohnungen zu überschaubaren Preisen. Der Anstieg der Mieten war im Stadtteil West, zu dem Grünau gehört, im Vergleich zu anderen Stadtteilen von 2016 zu 2017 mit 5 % am geringsten. Damit erfüllt der Stadtteil eine sehr wichtige Funktion in der Stadt.

Der Stadtteil brauche dringend Investitionen in seine Infrastruktur, so der Appell der "Lipsia" eG.

IVV-Serie: Kleinstädte attraktiv halten, Abwanderung eindämmen: Wohnangebote schaffen

In Großstädten und Ballungszentren wird der Wohnraum knapp. Mittelzentren und Kleinstädte können mit attraktiven Wohnungsangeboten und Jobofferten punkten und so neue Bewohner locken. Diesen Trend beobachtet die Zeitschrift IVV immobilien vermieten & verwalten. Regelmäßig berichtet sie darüber, welche Strategien kleinere Städte und die Wohnungswirtschaft entwickeln.

Diese Ideen könnten nachahmungswürdig sein:

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