Klientel der Wohnungsgenossenschaft „Lipsia" jünger. Infrastruktur gefragt
Nachdem der Stadtteil nach der Wende jahrelang schrumpfte, wächst er nun wieder deutlich. Die Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG hat mit über 3.000 Wohnungen in 81 Objekten reichlich ein Drittel ihres Gesamtbestandes in Grünau. Jede Veränderung in der Bevölkerung macht sich hier bemerkbar.
Investitionen in Wohnungen, Schulen, Sportstätten und Jugendfreizeiteinrichtungen
Die WG „Lipsia“ eG verringert kontinuierlich ihren Leerstand in Grünau und investiert in komplexe Sanierungen und Modernisierungen der Wohngebäude. Die Kaltmiete von derzeit zur Vermietung angebotenen Wohnungen liegt zwischen 4,14 Euro pro m² in teilsanierten und bis 6,06 Euro pro m² in neu sanierten und modernisierten Wohnungen.
Schulen in gutem Zustand und mit moderner Ausstattung sind ein essentieller Baustein für eine gute soziale Entwicklung in einem Stadtteil. Das Stadtentwicklungskonzept sieht für die nächsten 12 Jahre Investitionen in Schulen, Sportstätten und Jugendfreizeiteinrichtungen von 40 Millionen Euro vor. „Das ist ein wichtiger Anfang. Aber es muss noch mehr passieren, um die positive Entwicklung im Stadtteil zu unterstützen“, mahnt Dr. Kristina Fleischer, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG.
Moderater Anstieg der Mieten
Grünau bietet nach umfangreichen Sanierungen sehr gute Wohnungen zu überschaubaren Preisen. Der Anstieg der Mieten war im Stadtteil West, zu dem Grünau gehört, im Vergleich zu anderen Stadtteilen von 2016 zu 2017 mit 5 % am geringsten. Damit erfüllt der Stadtteil eine sehr wichtige Funktion in der Stadt.
Der Stadtteil brauche dringend Investitionen in seine Infrastruktur, so der Appell der "Lipsia" eG.
IVV-Serie: Kleinstädte attraktiv halten, Abwanderung eindämmen: Wohnangebote schaffen
In Großstädten und Ballungszentren wird der Wohnraum knapp. Mittelzentren und Kleinstädte können mit attraktiven Wohnungsangeboten und Jobofferten punkten und so neue Bewohner locken. Diesen Trend beobachtet die Zeitschrift IVV immobilien vermieten & verwalten. Regelmäßig berichtet sie darüber, welche Strategien kleinere Städte und die Wohnungswirtschaft entwickeln.
Diese Ideen könnten nachahmungswürdig sein:
- Baulandstrategie der westpfälzischen Stadt Pirmasens
- Neue Schwarmstädte: jung, trendy, günstig
- Lesen Sie in der IVV April-Ausgabe: Die Strategie der Stadt Aalen in Badem-Würtemberg. Heft 04/2018 erscheint am 5. April 2018.











