Klimaschutz in der Stadtentwicklung

Brandenburg will klimaneutral werden

Das Land Brandenburg hat sich entsprechend des neuen Klimaschutzgesetzes der Bundesregierung zum Ziel gesetzt, bis spätestens zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden. Dem klimagerechten Umbau der Städte und Gemeinden kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.

Städte sollen umweltfreundlicher, Gebäude möglichst klimaneutral werden. Da kommt jede Menge Arbeit und der Wille auf die Wohnungswirtschaft zu, Neubau und Bestand energieeffizient zu gestalten. BILD: PIXABAY/ OpenClipart-Vectors
Städte sollen umweltfreundlicher, Gebäude möglichst klimaneutral werden. Da kommt jede Menge Arbeit und der Wille auf die Wohnungswirtschaft zu, Neubau und Bestand energieeffizient zu gestalten. BILD: PIXABAY/ OpenClipart-Vectors

Ziel: Wärmewende vor Ort vorantreiben

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) und der Verband kommunaler Unternehmen e. V., Landesgruppe Berlin-Brandenburg (VKU) haben am 10. Januar 2022 ein neues „Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg“ geschlossen. Mit ihrer Kooperation wollen die Partner ihre bisherige Zusammenarbeit intensivieren, gemeinsam die Brandenburger Kommunen ansprechen und so vor allem die Wärmewende vor Ort vorantreiben.

Das neue „Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg“ soll der Bedeutung des Klimaschutzes in Brandenburgischen Städten und Gemeinden noch mehr Nachdruck verleihen. Gemeinsam wollen die Partner auf die Akteure in den Kommunen zugehen, ambitionierte kommunale Planungen und konkrete Projekte anstoßen und so einen Beitrag zum Klimaschutz in der Stadtentwicklung leisten.

Kommunale Unternehmen in der Pflicht

Die Umsetzung von Maßnahmen des Klimaschutzes auf den Ebenen Stadt-Quartier-Gebäude müsse deutlich beschleunigt werden. Dafür könne das neue Klimabündnis wichtige Impulse setzen.

BBU-Vorstandsvorsitzende Maren Kern sieht die soziale Wohnungswirtschaft in einer großen Verantwortung bei den Anstrengungen den Klimaschutz voranzubringen. Diese müssten jedoch noch einmal erheblich verstärkt werden.

Im Rahmen des „Klimabündnisses Stadtentwicklung Brandenburg“ sind folgende Aktivitäten geplant: 

  • die Auslobung eines Landeswettbewerbs „Vision CO2-neutrales Quartier“,
  • die Initiierung kommunaler Modellvorhaben der integrierten energetischen Stadtentwicklung,
  • die Auszeichnung von Unternehmen mit besonders klimaambitionierten Zielstellungen zur Absenkung des Primärenergiefaktors bei Fernwärme beziehungsweise der Verminderung der CO2- Emissionen des Wohnbestands,
  • die Unterstützung der Städte und Gemeinden bei der Erfassung ihrer sektorenbezogenen Treibhausgasemissionen und beim Monitoring von Klimaschutzmaßnahmen,
  • gemeinsame Initiativen zur Organisation eines konsistenten Rechts- und Handlungsrahmens im Bereich klimagerechte Stadt,
  • die Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen, wie Workshops und Fachtagungen,
  • eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle: BBU

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