Howoge Fertigstellung in Berlin

Das neue Tor zu Lichtenberg

Das kommunale Wohnungsunternehmen Howoge hat das "Quartier am Rathausplatz" in Berlin-Lichtenberg fertiggestellt. Es sind 387 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen und eine Kita entstanden. 172 Wohnungen werden als geförderter Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet. Mit dem 64 Meter hohen Bürohochhaus an der Frankfurter Allee wurde das Projekt finalisiert. Die Wohngebäude weisen einen hohen energetischen Standard auf; für die Bürogebäude strebt die Howoge die DGNB-Gold-Zertifizierung an.

Das neue Quartier in Berlin-Lichtenberg vereint die Nutzungen Wohnen und Arbeiten. Das „Quartier am Rathauspark“ ist in zwei Bauvorhaben entstanden. FOTO: HOWOGE/RENTSCH
Das neue Quartier in Berlin-Lichtenberg vereint die Nutzungen Wohnen und Arbeiten. Das „Quartier am Rathauspark“ ist in zwei Bauvorhaben entstanden. FOTO: HOWOGE/RENTSCH

Das „Quartier am Rathauspark“ ist komplett autofrei.

Klimafreundliches Standquartier

Für die Bürogebäude strebt die HOWOGE die DGNB-Gold-Zertifizierung an – die zweithöchste Auszeichnung, welche die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vergibt. Dafür müssen insgesamt rund 60 Kriterien erfüllt sein, die u.a. umweltfreundliche Baustoffe, eine hohe Energieeffizienz, aber auch Aspekte wie Lebenszykluskosten, ÖPNV-Infrastruktur und Barrierefreiheit abdecken.

Einen hohen energetischen Standard weisen aber auch die Wohngebäude auf. Das Bauvorhaben Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 erfüllt den KfW-55-Standard. Eine tragende Säule des Energiekonzepts ist die Stromerzeugung durch Photovoltaikmodule auf dem Dach in Kombination mit einem eigenen Blockheizkraftwerk sowie Fernwärme. Der dadurch erzeugte klimafreundliche Strom kann direkt an die Bewohner:innen der 251 Wohnungen sowie der Gewerbe- und Büromieter:innen geliefert werden. Der günstige Strom-Tarif zahlt dabei auf eine bezahlbare Gesamtmiete ein und ermöglicht auch Haushalten mit geringem Einkommen eine Teilhabe an der Energiewende. Der Arbeitspreis beträgt aktuell 26 Cent/kWh bei einem monatlichen Grundpreis von sieben Euro. Damit kostet der HOWOGE-Grünstrom rund fünf Cent/kWh weniger als vergleichbare Tarife im bundesweiten Durchschnitt.

In den Wohnungen selbst sorgen dezentrale Trinkwasserstationen und dezentrale Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung für die gute Energiebilanz. Bei der Warmwasserbereitung ergibt sich die Energieeinsparung von rund 30 Prozent durch niedrige Systemtemperaturen. Wasser wird nicht wie üblich zentral auf 60 Grad, sondern erst bei Bedarf in der Wohnung auf 45 Grad erwärmt. Neben den Trinkwasserstationen gibt es für jedes Gebäude eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung auf dem Dach. Das Prinzip funktioniert, indem die verbrauchte, warme Luft aus der Wohnung abgesaugt wird und gleichzeitig kalte Luft angesaugt wird. Dabei wird die Wärme der verbrauchten Abluft verwendet, um die frische und kalte Außenluft in einem Wärmetauscher auf angenehme Temperaturen zu bringen.

Der Anfang 2020 fertiggestellte Komplex in der Rathausstraße 11-12 mit 136 Wohnungen erfüllt den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70. Die Stromversorgung, Warmwasserbereitung und die Lüftung erfolgt auf konventionellem Weg.

Stefan-Heym-Platz als neuer Stadtplatz

Der beliebte Stefan-Heym-Platz mit dem Fischerbrunnen wurde im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens mit mehr als 100 Anwohner:innen neu geplant. Auch die fast hundertjährige, frisch restaurierte Bronzeskulptur „Jüngling mit Fisch“ ist bereits an ihren Standort zurückgekehrt.  Der gesamte Platz wird am 31. Juli 2021 fertiggestellt sein. Den Namen eines der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, Stefan Heym (1913-2001), trägt der Platz seit 2014.

Quelle: Howoge

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