IW-Wohnindex

Eigentumswohnungen sind deutlich teurer geworden

Im vergangenen Jahr sind die Immobilienpreise wieder stärker gestiegen.Besonders Wohnungen wurden deutlich teurer, die Preise für Häuser legten jedoch ebenfalls zu . Wie der Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, gibt es die stärkste Preisdynamik bei den Mieten.

Die steigenden Mieten in Deutschland bereiten vielen Kopfzerbrechen. Foto: adobe.stock.com / Marco
Die steigenden Mieten in Deutschland bereiten vielen Kopfzerbrechen. Foto: adobe.stock.com / Marco

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland haben im Jahr 2025 erneut angezogen. Binnen eines Jahres verteuerten sich Eigentumswohnungen um 3,8 Prozent. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser stiegen um 2,8 Prozent. Der Eigentumsmarkt stabilisiert sich somit, nachdem die Preise in den Jahren zuvor teils deutlich unter Druck geraten waren.

Deutlich stärker als die Kaufpreise stiegen erneut die Mieten. Die Neuvertragsmieten lagen im vierten Quartal 2025 bundesweit 4,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Besonders kräftige Anstiege verzeichneten Köln mit einem Plus von 7,6 Prozent, Leipzig mit 5,9 Prozent und Hamburg mit 5,4 Prozent. Auch in vielen weiteren Großstädten und deren Umland legten die Mieten spürbar zu. Eine Entspannung der Mietmärkte ist damit weiterhin nicht erkennbar.

Zum Vergleich: Die Infaltionsrate betrug 2025 in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts durchschnittlich 2,2 Prozent.

Eigentumswohnungen steigen am stärksten

Besonders dynamisch entwickelten sich 2025 die Preise für Eigentumswohnungen. In nahezu allen Regionstypen verzeichneten sie deutliche Zuwächse. Außerhalb der sieben größten Städte stiegen die Wohnungspreise im Jahresvergleich um 5,5 Prozent, im Umland der Top-7-Städte um 4,7 Prozent. Auch in den Metropolen selbst legten die Preise zu, wenn auch mit 2,6 Prozent moderater. Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich die Nachfrage verstärkt auf Städte und Regionen mit vergleichsweise niedrigeren Einstiegspreisen verlagert.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern fiel die Entwicklung verhaltener aus. Zwar lagen die Preise insgesamt 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau, im Schlussquartal 2025 gaben sie jedoch um 0,9 Prozent nach. Dahinter stecken kurzfristig gestiegene Finanzierungskosten und eine damit verbundene Zurückhaltung auf Käuferseite.

Mieten bleiben zentrales Problem

„Der Kaufmarkt hat sich nach den starken Schwankungen wieder auf einem gesunden Niveau eingependelt“, sagt IW-Immobilienökonom Pekka Sagner. Der Mietmarkt bleibe dagegen das Sorgenkind: „Solange der Wohnungsbau nicht deutlich in Fahrt kommt, werden uns steigende Mieten noch auf Jahre beschäftigen“, so Sagner.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft 
 

Redaktion (allg.)

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