GdW-Präsident fordert „Ruck für das Menschenrecht auf Wohnen“
Angesichts einer anhaltenden Strukturkrise, historisch hoher Baukosten und stagnierender Bautätigkeit warnte Gedaschko vor den Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Seiner Ansicht nach sind das „überbelegte Wohnungen, stockender Wohnungsbau und eine gesamtwirtschaftlich gefährliche Verknappung von Wohnraum.“
Fünf Forderungen an die Politik
In seiner Rede zum Abschluss des Tags der Wohnungswirtschaft richtete Gedaschko fünf Forderungen an die Politik, vorrangig an die Bundesregierung:
1. „Fast Lane“ für den Wohnungsbau
Für den Wohnungsbau müsse es einen klaren Vorrang in Abwägungsentscheidungen geben, so Gedaschko.
2. Bürokratieabbau, vereinheitlichte Genehmigungen, schnellere Digitalisierung
400 verschiedene Auslegungen der Bauvorschriften in Städten und Landkreisen sind laut Gedaschko ein „bürokratischer Flickenteppich“. Im Namen des GdW forderte er bundeseinheitliche digitale Standards – idealerweise unter Nutzung von KI.
3. Gebäudetyp E und Rechtsvereinfachungen beschleunigen
Der GdW begrüße die vorliegenden Eckpunkte zu Gebäudetyp E, aber die Gesetzgebung auf Bundesebene dazu müsse deutlich schneller erfolgen, so Gedaschko.
4. Reform der Förderpolitik – weg vom Effizienzfetisch, hin zu CO₂-Wirksamkeit
Eine Kosten-Nutzen optimierte Herangehensweise ist laut Einschätzung von Gedaschko dringend geboten. Pro Euro müsse möglichst viel CO₂ eingespart werden
5. Soziale Wohnraumförderung allein reicht nicht
Um die Wohnungsbaukrise zu überwinden müsse geförderter und frei finanzierter Wohnungsbau gleichermaßen wirtschaftlich sein, betonte Gedaschko.
Keine Enteignungen und Mietendeckel
Der GdW-Präsident kritisierte zudem politische Diskussionen über Enteignungen oder Mietendeckel scharf. Denn diese zerstören Vertrauen und Investitionsbereitschaft, ohne eine einzige neue Wohnung zu schaffen. „Jeder Euro in Enteignungen ist totes Kapital und hilft der großen Mehrheit der Menschen nicht. Jeder Euro in Neubau schafft reale Werte und Wohnraum. Wir brauchen auch deshalb einen echten Ruck für bezahlbaren Wohnungsbau“, so Gedaschko.













