Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“

KfW gibt billiges Geld für Neubau oder Kauf

Ab 1. Juni vergibt die staatliche KfW-Bank Baukredite an Familien mit Kindern zu einem Zinssatz von 1,25 Prozent. Für das neue Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“ stellt die Bundesregierung bis Jahresende 350 Millionen Euro bereit.

Familien mit drei Kindern erhalten ab sofort KfW-Darlehen bis zu 215.000 Euro mit 1,25 Prozent Zinsen. Foto: Adobestock/Kzenon
Familien mit drei Kindern erhalten ab sofort KfW-Darlehen bis zu 215.000 Euro mit 1,25 Prozent Zinsen. Foto: Adobestock/Kzenon

Das Programm richtet sich an Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Ziel der Bundesregierung sei es, die Wohneigentumsquote zu erhöhen. Gefördert werden ausschließlich Privatpersonen, die ein Eigenheim bauen oder erwerben möchten, das den Effizienzhausstandard 40 oder den noch höheren Standard „Nachhaltiges Gebäude PLUS“ (QNG-PLUS) erreicht. Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) betonte bei der Vorstellung des Förderprogramms: „Durch die attraktiven Zinssätze, die zum Start des Programms bei 1,25 Prozent für einen Kredit mit 35 Jahren Laufzeit und damit rund drei Prozentpunkte unter dem aktuellen Marktniveau liegen, sind für eine Familie mit zwei Kindern insgesamt Ersparnisse von über 40.000 Euro möglich.“

Die Details des Programms

  • Anspruch auf Förderung haben ausschließlich Privatpersonen für den Erwerb einer Wohnung.
  • Im Haushalt muss mindestens ein minderjähriges Kind leben.
  • Das zu versteuernde jährliche Haushaltseinkommen darf die Grenze von 60.000 Euro bei einem Kind, zuzüglich 10.000 Euro je weiterem Kind, nicht überschreiten.

So hoch ist die Förderung?

Kredithöchstbeträge für die Förderstufe "Klimafreundliches Wohngebäude":

  • ein oder zwei Kinder: maximaler Kreditbetrag 140.000 Euro
  • drei oder vier Kinder: maximaler Kreditbetrag 165.000 Euro
  • ab fünf Kinder: maximaler Kreditbetrag 190.000 Euro

Kredithöchstbeträge für die Förderstufe "Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG":

  • ein oder zwei Kinder: bis zu 190.000 Euro
  • drei oder vier Kinder: bis zu 215.000 Euro
  • ab fünf Kinder: bis zu 240.000 Euro

Das maximal zu erreichende Kreditvolumen beträgt 240.000 Euro. Die zinsverbilligten Darlehen können bei der Hausbank oder Sparkassen beantragt werden.

Neues Förderprogramm folgt auf das Baukindergeld

Das neue Förderprogramm „Wohneigentum für Familien“ folgt auf das ausgelaufene sogenannte „Baukindergeld“, das unter der Regierung Merkel im September 2018 eingeführt worden war. Nach Bau oder Kauf von selbstgenutztem Wohneigentum erhalten Familien zehn Jahre lang jährlich 1.200 Euro Baukindergeld je Kind.  Anträge auf Baukindergeld konnten bis 31. März 2021 gestellt werden. Bis September 2020 wurden nach Angaben der KfW rund 260.500 Familien mit dem Baukindergeld gefördert, zwei Drittel von ihnen hatten Kinder unter sechs Jahren. Das durchschnittliche zu versteuernde Haushaltseinkommen habe bei 60 Prozent der Antragsteller unter 40.000 Euro pro Jahr gelegen. Das bis September 2020 beantragte Fördervolumen lag bei 5,5 Milliarden Euro. Für die gesamte Laufzeit standen 9,9 Milliarden zur Verfügung.

Förderung für gewerblichen Wohnungsbau wird aufgestockt

Für die gewerbliche Wohnungswirtschaft besteht derzeit nur ein einziges, deutlich limitiertes Neubauförderprogramm. Das am 1. März 2023 gestartete Programm „Klimafreundlicher Neubau“ war von der Bundesregierung ursprünglich mit 1,1 Milliarden Euro ausgestattet worden. Ende Mai kündigte Bundesbauministerin Klara Geywitz eine Aufstockung um 888 Millionen an, nachdem die Fördermittel trotz sehr hoher energetischer Anforderungen an die Gebäude in hohem Umfang abgerufen worden seien. (Red.)

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