Pilotprojekt der degewo fertiggestellt

„Klimahaus“ geht in die Vermietung

Am 8. Mai 2024 war die Grundsteinlegung für den Neubau von 122 Mietwohnungen, jetzt ist das sogenannte „Klimahaus“, das Berlins landeseigenes Wohnungsunternehmen degewo im Stadtteil Treptow-Köpenick errichten lässt, fertiggestellt.

Sandra Wehrmann, Vorstandsmitglied von degewo, und Nevzat Köstek, Geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens BATEG GmbH, am degewo-Klimahaus. Foto: ALOMS/degewo
Sandra Wehrmann, Vorstandsmitglied von degewo, und Nevzat Köstek, Geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens BATEG GmbH, am degewo-Klimahaus. Foto: ALOMS/degewo

Der achtgeschossige Neubau mit 112 Wohnungen, davon 56 gefördert mit Mietpreisen ab sieben Euro pro Quadratmeter sei ein Pilotprojekt für klimafreundlichen Wohnungsbau und setze neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und soziale Verantwortung.

Tragwerk und Hülle überwiegend aus Holz

Das Gebäude wurde in Holzhybridbauweise errichtet – mit einem hohen Anteil an Holz in der tragenden Konstruktion und der Gebäudehülle. Es erfüllt den Effizienzhaus-Standard 40 NH und emittiert über einen Lebenszyklus von 50 Jahren weniger als 24 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter und Jahr. Dafür wird es mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG-Plus) sowie dem NaWoh-Siegel ausgezeichnet.

PV-Anlage und Wärmepumpen liefern größten Teil der Energie

Die Energieversorgung erfolgt über Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die Strom für Wärmepumpen und Hausstrom erzeugen. Nur bei sehr niedrigen Temperaturen wird die Spitzenlast durch Fernwärme gedeckt.

Begrünung von Dach und Fassade

Trotz der Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen wird das Dach des Klimahauses extensiv begrünt. Das umlaufende Vordach im 1. Obergeschoss erhält eine intensive Begrünung, die nicht nur einen positiven Einfluss auf das Klima rund um das Haus hat, sondern auch Lebensräume für Insekten und Vögel schafft. Zudem sorgt das Vordach für natürliche Verschattung und trägt so zur Kühlung des Gebäudes im Sommer bei. Auch die Fassadenbegrünung leistet ihren Beitrag zur Verschattung und schafft weitere Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Regenwasser wird bewirtschaftet

Die Begrünung von Dach und Fassade spielt zudem eine wichtige Rolle im dezentralen Regenwassermanagement. Sie hält einen Teil des Regens zurück, gibt es langsam an die Pflanzen und die Luft ab und verbessert so das Mikroklima am Gebäude und im Quartier. Überschüssiges Wasser wird in Zisternen gesammelt und für die Bewässerung der Freianlagen genutzt oder versickert über Rigolen verzögert vor Ort. Dadurch verzichten wir auf die Einleitung von Regenwasser n die Kanalisation.

Das Vorstandsmitglied der degewo, Sandra Wehrmann hatte während der Grundsteinlegung im Mai letzten Jahres auf die grundsätzliche Bedeutung des Bauprojektes hingewiesen: Dieses Pilotprojekt liefert uns wertvolle Erkenntnisse für den klimaschützenden Neubau der Zukunft."

Im Dezember dieses Jahres können die ersten Mieterinnen und Mieter in das degewo-Klimahaus einziehen.

Redaktion (allg.)

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