„Quartier der Möglichkeiten“: So packt der Nachwuchs die Sanierungskrise an
Die Transformation der Wohnungswirtschaft entscheidet sich im Bestand. Doch wie bleibt Wohnen bezahlbar, wenn Gebäude klimafreundlicher werden müssen?
Beim EBZ-KlimaCamp in Bochum suchten 43 Auszubildende der Immobilienwirtschaft nach konkreten Antworten. Unter der Leitfrage „Wie will ich wohnen?“ entwickelten sie ihr eigenes „Quartier der Möglichkeiten“. Die Nachwuchskräfte bewiesen echten Innovationsgeist bei drängenden Dauerthemen: von konsequenter Entsiegelung, Verschattung und Biodiversität bis hin zu energetischer Sanierung, Photovoltaik und wirtschaftlichem Mieterstrom.
„Mehr Holland wagen!“
Wie konfliktträchtig diese Aufgaben in der Realität sind, zeigte die begleitende Podiumsdiskussion „Bezahlbar Wohnen – Klima schonen!“ unter der Moderation von Prof. Dr.-Ing. Philip Engelhardt. Über die finanzielle Belastungsgrenze disputierten Dr. Kathrin Manthei (GEBAG), Hans-Jochem Witzke (Deutscher Mieterbund NRW), Sascha Rodenberg (NRW.BANK), Fabian Kohlmann (hwg eG) und Leonie Gröning (InWIS). Das Fazit der Experten: Umfassende energetische Renovierungen verteuern das Wohnen erheblich. Der Hebel müsse viel stärker direkt beim Energieträger angesetzt werden. Passend dazu forderte VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter, die Baustandards radikal zu überdenken.
Digitaler Fokus und positives Resümee
Zum Abschluss rückte Prof. Dr.-Ing. Heiko Gsell digitale Energiespar-Anwendungen in den Fokus. EBZ-Organisationsleiter Marco Pitzer zog eine durchweg positive Bilanz und dankte dem langjährigen Workshp-Leitungsteam um Jana Hintze, Maurine Ewald, Johanna Lange und Mathis Homann für die erfolgreiche Umsetzung aller Learnings.
Quelle: EBZ









