Wohnraum für junge Flüchtlinge

10.06.2016

In Berlin-Gropiusstadt sind zehn zusätzliche Wohnplätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge entstanden. Ein Miet- und ein Kooperationsvertrag zwischen dem Wohnungsunternehmen HWS und dem Evangelischem Jugend- und Fürsorgewerk (EJF gemeinnützige AG) stellen die Unterbringung bis mindestens Ende 2018 sicher.

Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag sowohl bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen und bei der Hilfe vor Ort. BILD: PIXABAY

Die HWS vermietet im Berliner Bezirk Neukölln, Ortsteil Gropiusstadt, günstig Räume an das EJF. Das EJF nutzt diese für ambulante Jugendhilfe - eine Tagesgruppe mit acht Schulkindern wird seit 1. März 2016 in den ehemaligen Gästeappartements teilstationär pädagogisch betreut. Durch den Umzug der Tagesgruppe wurden Wohnräume im EJF-betriebenen Kinder- und Jugendhilfezentrum Neukölln im nahegelegenen Girlitzweg frei, das bereits fast komplett durch unbegleitete Jugendliche bewohnt wird .

Die Arbeit mit den jungen Flüchtlingen im Kinder und Jugendhilfezentrum Girlitzweg und die geplanten Bildungsaktivitäten für Geflüchtete in den Räumen der HWS unterstützt die HWS wiederum mit einer jährlichen Spende.

Durch die Kooperation erhöht sich die Anzahl der Unterbringungsplätze, die das EJF derzeit in vier Bundesländern für unbegleitete minderjährige Asylsuchende vorhält, auf rund 200. Mit der Kooperation von Hilfswerk-Siedlung und dem EJF erfährt das von der Hilfswerk-Siedlung initiierte „Netzwerk Nachbarschaft Rund um die Lipschitzallee“ eine inhaltliche Erweiterung und verbessert damit das Angebot an wohnortnaher sozialer Infrastruktur.

Die HWS ist ein Unternehmen der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische
Oberlausitz und verwaltet rund 10.000 Einheiten aus eigenem und fremdem Bestand. Dazu gehören neben Wohnungen und Erbbaurechten auch Liegenschaften sowie ein eigener Forst. Zum Besitz der HWS zählen verschiedenartige Immobilien in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

 

Übrigens: Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag sowohl bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen und bei der Hilfe vor Ort.  http://www.bmi.bund.de

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