Genossenschaft mit Energiekonzept

Erstes Mieterstromprojekt der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG

04.12.2018

Nach einer grundlegenden Sanierung bekommen die Bewohner der Wohnungsgenossenschaft 1892 am Nettelbeckplatz in Berlin-Wedding ihren Strom künftig vom eigenen Dach geliefert. Mit der Umsetzung des Mieterstromprojektes wurde das Berliner Start-up Solarimo betraut.

Solarstrom vom Dach
BILD: PIXABAY

 Am Nettelbeckplatz im Berliner Wedding führt die Genossenschaft derzeit umfangreiche Modernisierungs- und Neubauarbeiten an sechs Gebäuden in der Adolf- und der Pasewalker Straße durch, um das Quartier grundlegend zu erneuern.

Neues Energiekonzept

Als eines von drei Pilotvorhaben im Rahmen des europäischen "Dreeam" Projektes geht die Genossenschaft dabei neue Wege und testet neue, ausgewogenere Sanierungskonzepte. Das beinhaltet auch ein umfassendes neues Energiekonzept. So sollen einerseits die Energieeffizienz und Lebensqualität durch neue Fenster verbessert und andererseits erneuerbare Energien ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung werden.

Zentrale Elemente sind dabei vier Photovoltaik-Anlagen, die von Projektpartner Solarimo auf den Dächern der Gebäude installiert und betrieben werden, eine davon als sogenanntes Mieterstrommodell.

Stromdirektverkauf an die Bewohner

Die Bau- und Wohnungsgenossenschaft möchte damit ihren Mietern die Gelegenheit bieten, von der Enregiewende zu profitieren. Diese wird wiederrum durch Mieterstrommodelle wie das der 1892 eG unterstützt. Bei einem Mieterstromprojekt wird der auf dem Dach produzierte Sonnenstrom direkt im Haus an die Bewohner verkauft, ohne das öffentliche Netz zu belasten. Gesetzlich festgeschrieben ist dabei ein Strompreis, der mindestens 10% unter dem des örtlichen Grundversorgers liegt, sodass der Strom nicht nur CO2 frei, sondern auch günstig für die Bewohner ist.

Solarimo übernimmt dabei sowohl die Installation und Wartung der Anlage, als auch den Verkauf des Stroms an die Bewohner. Ergänzt wird die Mieterstromanlage durch drei kleinere Anlagen und einen Batteriespeicher, die in den Nachbargebäuden die Hausstromversorgung unterstützen und damit die Nebenkosten für die Bewohner senken. Bei Solarimo freut man sich über die Zusammenarbeit und hofft auf weitere Genossenschaften, die diesen innovativen Schritt in die Zukunft gehen wollen.

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