Catella entwickelt Quartier in Mönchengladbach

Die 15-Minuten-Stadt am See

Der schwedische Projektentwickler Catella hat in Mönchengladbach den Grundstein gelegt für eine „15-Minuten-Stadt“. In dem zentral gelegenen Quartier sollen 2.000 Wohnungen und 2.000 Arbeitsplätze entstehen.

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Grundsteinlegung für die Seestadt: Wohnen, leben und arbeiten im gleichen Quartier. Bild: Catella
Grundsteinlegung für die Seestadt: Wohnen, leben und arbeiten im gleichen Quartier. Bild: Catella

Mit der Seestadt errichtet Catella auf einer Fläche von über 14 Hektar eine sogenannte „15-Minuten-Stadt“, in der alle Lebensbereiche von Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Sport, Einkaufen und Kultur fußläufig miteinander verwoben werden. Neben 2.000 neuen Wohnungen für alle Alters- und Einkommensklassen entstehen nach Angaben des Entwicklers Büroflächen, Gastronomie- und Serviceeinrichtungen, die insgesamt Platz für rund 2.000 neue Arbeitsplätze schaffen sollen.

Kernstück des Projekts sei ein neu angelegter rund 20.000 Quadratmeter großer See, der zur Verbesserung des Mikroklimas beitrage, als Retentionsbecken diene, einen Beitrag zum Artenschutz leiste und den Bürger:innen mit seinen naturnahen Uferzonen und Promenaden einen Anziehungspunkt mit hoher Aufenthaltsqualität in Innenstadtnähe bieten soll.

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Ein Quartier als Reallabor der Energiewende

Die Seestadt ist Teil des “Reallabors der Energiewende” des Bundeswirtschaftsministeriums und wurde durch das Wirtschaftsministerium des Landes NRW sowie der EnergieAgentur.NRW als größte Klimaschutzsiedlung des Landes zertifiziert. Die Auszeichnung erfolgte für das ganzheitlich überzeugende Energiekonzept, basierend auf dem Dreiklang Energieerzeugung, -versorgung und -verbrauch und der attraktiven städtebaulichen Ausgestaltung. Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen (darunter u.a. die CO2-freie Wärmerückgewinnung aus Abwasser), Wärmenetze mit geringeren Durchlauftemperaturen und moderne Gebäudekonzepte führten zusammen zu einer auf optimierten Klimaschutz ausgerichteten Quartiersentwicklung. Der Einsatz innovativer Technologien biete aber nicht nur Vorteile für die Umwelt, sondern auch für die Bewohner:innen: Die langfristige Deckelung der Heizkosten sowie die Reduzierung der Energieverbräuche brächten spürbare monetäre Vorteile für alle Nutzer des Catella-Projekts.

Digital geplant, modular gebaut

Vor Weihnachten wurde der Grundstein gelegt für die ersten Miet- und Eigentumswohnungen. Insgesamt umfasse die Seestadt 14 Hektar. Das Bauunternehmen Max Bögl realisiert das gesamte Südviertel in der Seestadt. Die vier Gebäudekomplexe umfassen zwölf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 248 stufenlos erreichbaren 1,5 bis 4-Zimmer-Wohnungen. Alle Miet- und Eigentumswohnungen verfügten über außergewöhnlich große Balkone und Terrassen, großzügige Wohn- und Essbereiche mit bodentiefen Fenstern, Aufzüge und modernen Neubaustandards wie z.B. Fußbodenheizung. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 38 und 106 Quadratmeter.

Projektpartner Max Bögl plane komplett digital und baue modular in Serie. Während vor Ort gerade noch das Untergeschoss errichtet werde, warteten die ersten 180 Wohnungen bereits fertig gefliest, verputzt und vormontiert nur noch auf die finale Installation in der Seestadt. Bereits im März sollen die Wohnungen vor Ort montiert werden und Ende 2022 bezugsfähig sein.

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weiterlesen:
Große Klimaschutzsiedlung entsteht in Mönchengladbach
Reallabore für gemischte Quartiere der Zukunft  ̶  Die Stadt der Zukunft (aus IVV 02/22)

Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan

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