Kolumne

Führung und Kaffeeklatsch auf Distanz

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 Bild: Pixabay/lukasbieri
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Lockdown bis Ende Februar. Neue Mutationen des Virus. Gut, dass da das System Homeoffice funktioniert!

Meine Mitarbeiter haben aber dennoch ein Problem – und ich damit auch. Wo bleibt der Austausch untereinander, wo die kleinen Lästereien über die neue Frisur des Kollegen oder das Outfit des Praktikanten? Insgesamt fällt einem nach so vielen Wochen der Isolation sprichwörtlich die Decke auf den Kopf.

Und so ganz nebenbei habe ich das Gefühl, dass ich derzeit mehr arbeite als sonst schon. Und damit stehe ich nicht allein.

In den letzten Wochen habe ich mich – nicht zuletzt aus eigenem Antrieb – immer wieder mal mit meinen Mitarbeitern zu nicht beruflichen Terminen getroffen. Nein, nicht was Sie denken! Online natürlich und ganz Corona-konform.

Mehr zum Thema Homeoffice lesen Sie in der IVV Ausgabe 03/21

>> Technik, Sicherheit und Recht im Homeoffice
>> Wie sieht eigentlich ein attraktiver Homeoffice- Arbeitsplatz aus?

>> zurück zur Ausgabe 02/21 (Inhaltsangabe)

Wenn der Mieter das Mietverhältnis kündigt, bittet er oft um Bestätigung der Kündigung. Auch der Vermieter sollte ein Interesse daran haben, die Mieterkündigung zu bestätigen. Dieses Schreiben bietet ihm die Gelegenheit nicht nur den Beendigungszeitpunkt aus Sicht...

Unabhängig von den alle zwei Tage stattfindenden Gruppen-Meetings, in denen wir uns allgemein zum Tagesgeschäft und teils auch zu Einzelfällen treffen, spreche ich mindestens einmal wöchentlich mit jedem Einzelnen. Hier frage ich, wie er oder sie mit der Situation zurechtkommt, was er oder sie vielleicht noch an Büromaterial benötigt und wir plaudern ein wenig. Meist mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Ganz so wie sonst in der Küche.

Zudem gönne ich uns einmal im Monat einen „Breakfast-Morning“. Ich überweise dazu jedem einen Betrag von 20 Euro und bitte dann darum, dass sich meine Mitarbeiter ein üppiges Frühstück auf dem Schreibtisch und vor der Kameralinse bereitstellen; und dann frühstücken wir gemütlich zusammen. Ist beim ersten Mal noch recht ungewohnt und steif gewesen, hatte aber beim nächsten Mal einen besonderen Anlass: nämlich den Geburtstag eines Mitarbeiters. Soll ja nicht untergehen in dieser kontaktlosen Zeit. Und ein Glas Sekt gab es auch für jeden. In Form eines Piccolos, der per Post an jeden von uns versandt wurde.

Solche kleinen (Online-)Auszeiten erhalten die Stimmung und heben die Laune und auch ich stelle fest, dass es mir nach diesem Online-Kaffeeklatsch besser geht. Ja, der Betrieb muss weiter gehen, aber ein wenig Ablenkung und Spaß darf auch sein. Oder was meinen Sie?

Michael Friedrich

Michael Friedrich
Der Verwalter-Berater
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Artikel Führung und Kaffeeklatsch auf Distanz
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