Verkauf von Eigentum

Makler musste nicht exakt aufklären

1167
 Bild: Pixabay/ Muntzir
Bild: Pixabay/ Muntzir

Wenn ein Immobilienverkäufer oder der von ihm beauftragte Makler einen nennenswerten Mangel an einem Objekt verschweigt, dann kann der Erwerber im Nachhinein Schadensersatz geltend machen. Die Erfolgschancen schwinden allerdings, wenn der vermeintliche Mangel ohnehin offenkundig war. Ein Ehepaar hatte eine Eigentumswohnung gekauft. Im Exposé der Maklerin firmierten zwei Räume im Souterrain als „Gäste- und Wohnzimmer“. Doch nach Vertragsabschluss stellten die neuen Eigentümer fest, dass die betreffenden Räume nach den öffentlich-rechtlichen Vorschriften zur Fenstergröße gar nicht als Wohnfläche zu bezeichnen waren. Sie forderten einen anteilmäßigen Verlustausgleich des Kaufpreises, der 590.000 Euro betragen hatte. Der Bundesgerichtshof entschied wie zuvor schon das Oberlandesgericht Frankfurt zu Gunsten der Maklerin. Zwar habe sie als Expertin bemerken müssen, dass das Souterrain nicht die Bestimmungen für eine Wohnfläche erfülle. Doch habe sie davon ausgehen dürfen, nicht eigens auf die Besonderheit dieser Räume hinweisen zu müssen. Man habe ja bei der Besichtigung sogar noch ausdrücklich über die problematischen Lichtverhältnisse gesprochen.

BGH

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass bei der Erhebung von personenbezogenen Daten der Betroffene zu informieren ist. Wenn ein neues Mitglied für Ihren Verein eine Anfrage auf Aufnahme stellt, erfassen Sie Daten von diesem Interessenten. Über...

Urteil vom 20.05.2020

Az.: I ZR 194/19

Redaktion (allg.)

AnhangGröße
Beitrag als PDF herunterladen528.58 KB

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Makler musste nicht exakt aufklären
Seite 48
26.10.2020
Auf Starkregen und Hitze vorbereitet
Gebäude an den Klimawandel anpassen – wie geht das? Dazu forscht Professor Thomas Naumann an der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden. Er ist tief beeindruck von der Wiederholbarkeit der...
29.9.2021
Tiny Houses als Lösung für den Wohnungsmangel?
Tiny Houses als (mobile) Minihäuser sind flexibel, verbrauchen wenig Fläche und lassen sich innerhalb weniger Wochen errichten. Aber sind sie auch erschwinglich?
4.2.2020
Immobilienmarktbericht 2019 der Gutachterausschüsse und des BBSR
Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt driften immer weiter auseinander. Das verdeutlicht eine aktuelle Analyse. Ob Eigenheime, Eigentumswohnungen, Mehrfamilienhäuser oder Bauland – teure Lagen...
2.9.2020
Präzise Flächendaten durch digitale Grundrisse
Digitale Pläne sind zur Wohnraumverwaltung und technischen Bewirtschaftung unverzichtbar. Sie ermöglichen es, Vermietung und Verwaltung von Objekten besser zu steuern und helfen den Gesamtaufwand zu...
18.1.2022
Städtevergleich: Wohnungsneubau Berlin – Hamburg
Unter Immobilienexperten gilt die Wohnungsbaupolitik der Hansestadt Hamburg als deutlich wirtschaftsfreundlicher und effizienter als die in der Hauptstadt Berlin. Stadt der Ideologie versus Stadt des...