Begrüßenswert: erleichterte Wohngeld-Beantragung

... aber es fehle ein 'Sicher-Wohnen-Fonds". Der GdW, Spitzenverband der Wohnungswirtschaft, lobt die von der Bundesregierung vorgesehenen Erleichterungen bei der Beantragung von Wohngeld ausdrücklich. Danach sollen MieterInnen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten, formlos, beispielsweise per Telefon oder E-Mail, einen Antrag auf Wohngeld stellen können. Der Verband hält aber auch die Einrichtung eines 'Sicher-Wohnen-Fonds' für unerlässlich, um einen wachsenden Schuldenberg bei vielen Mietern und wegbrechende Liquidität bei Vermietern zu vermeiden.

Wenn Mieter keine Miete mehr bezahlen würden wegen einer Schiefalge in der Coronakrise, wäre dem Vermieter auch nicht geholfen. FOTO: AdobeStock/ Elnur
Wenn Mieter keine Miete mehr bezahlen würden wegen einer Schiefalge in der Coronakrise, wäre dem Vermieter auch nicht geholfen. FOTO: AdobeStock/ Elnur

Bei ausbleibenden Zahlungen drohe eine fatale Kettenreaktion: Es käme weniger an den Wohnungsunternehmen und Vermietern, bei den Energieversorgern und Handwerkern.

Mittel aus dem Fonds sollten, so der GdW, online beantragt und zunächst als zinsloses Darlehen bewilligt werden können. Im Nachgang sollte dann geprüft werden, ob Ansprüche auf andere Leistungen aus sozialen Sicherungssystemen oder speziellen COVID-19-Geldern bestehen. Von den jeweiligen Bundesländern bestimmte Behörden oder kommunale Stellen sollten den Sicher-Wohnen-Fonds verwalten – so zum Beispiel die Wohngeldstellen oder Landeszentralbanken.

Artikel: Anspruch auf Wohngeld prüfen

Praktische Hinweise für Mieter im untenstehenden PDF (kostenlos).

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