Neue Software in Potsdamer Verwaltung

Entscheidet bald eine KI, ob und welcher Höhe jemand Wohngeld bekommt?

Ein KI-Assistenzsystem für Wohngeldanträge wird derzeit in der Verwaltung der Landeshauptstadt von Brandenburg getestet. Sie soll die Mitarbeiter:innen entlasten, entscheidet aber nicht, ob der Antrag berechtigt ist oder wie hoch das Wohngeld ausfallen darf.

Symbolbild. Adobestock/ Andrii Yalanskyi
Symbolbild. Adobestock/ Andrii Yalanskyi

Zu lange Bearbeitungszeiten sollen durch KI verkürzt werden

Im vergangenen Jahr erhielten mehr als 6.600 Potsdamerinnen und Potsdamern eine Bewilligungen für Wohngeld. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 51 Prozent. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit der Anträge lag nach zwischenzeitlich deutlich höheren Werten im vierten Quartal 2024 bei 15 Wochen. Mit der KI-Lösung können insbesondere digitale Wohngeldanträge zügiger bearbeitet werden.

Das KI-Assistenzsystem soll vor allem fehlende Angaben oder Nachweise erkennen und anfordern, Eingangspost sortieren und zur Ablage in der E-Akte klassifizieren. Das Produkt kann Hinweise auf mögliche Unstimmigkeiten geben. Der wohngeldspezifische Chat-Assistent dient als Recherchetool und verweist auf interne Richtlinien und öffentlich zugängliche Quellen. Die endgültige Entscheidung über einen Antrag liegt zu jedem Zeitpunkt bei den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern.

Bundesweite Implementierung angedacht

Das Pilotprojekt findet in Zusammenarbeit mit der Digitalagentur Brandenburg (DABB) und in Abstimmung mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) statt. Die KI-Software wurde vom Start-up-Unternehmen forml GmbH entwickelt.

Die Pilotphase ist zunächst für zwei Monate vorgesehen. Angedacht ist, im Falle einer erfolgreichen Erprobung dem Land Brandenburg, das gemeinsam mit dem Bund für die Finanzierung des Wohngeldes verantwortlich ist, eine funktionierende KI-Lösung zur landesweiten Implementierung in den Wohngeldbehörden zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Landeshauptstadt Potsdam

 

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