Nach der Pandemie

Die Innenstädte sollen lebendig bleiben

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, möchte, dass Innenstadt-Lücken beseitigt und Zentren entwickelt werden. In seinem Positionspapier finden sich Vorschläge von Ermäßigung der Grundsteuer, über Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie, bis vereinfachte Vermietung an Start-ups.

Die Weiterentwicklung der Innenstädte hin zu multifunktionalen resilienten Innenstädten sieht der ZIA als eine Gemeinschaftsaufgabe der Kommunen, der Wirtschaft und der Stadtgesellschaft mit Unterstützung des Bundes und der Länder. Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft möchte Partner und Stakeholder notwendiger Umgestaltungen sein. FOTO: PIXABY/ M. GAIDA
Die Weiterentwicklung der Innenstädte hin zu multifunktionalen resilienten Innenstädten sieht der ZIA als eine Gemeinschaftsaufgabe der Kommunen, der Wirtschaft und der Stadtgesellschaft mit Unterstützung des Bundes und der Länder. Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft möchte Partner und Stakeholder notwendiger Umgestaltungen sein. FOTO: PIXABY/ M. GAIDA

Im ZIA-Positionspapier zur Innenstadtentwicklung und für ein investitionsfreundliches Klima wird auch der mögliche Beitrag der Immobilienwirtschaft dargestellt. Dabei sollen die Bedürfnisse aller Nutzungsklassen berücksichtigt werden.

Anziehungskraft der Innenstädte erhalten und steigern

Die Innenstädte  sind  Seismographen  für  den  gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel. Waren Leerstand und  Geschäftsschließungen  auch  vor  der  Corona-Krise  zu  beobachten,  hat  die  Pandemie  diese  Prozesse  enorm  beschleunigt und verstärkt. Mixed-Use-Immobilien   und   vielfältige   Nutzungen   zum   Beispiel aus Handel, Wohnen, Büro, Handwerk und Kultur sind und sollen Bestandteile für eine moderne Stadtentwicklung sein. Dafür bedarf es, laut ZIA, neuer Akteure, kreativer Ansätze und ein investitionsfreundliches Klima.

Jede Innenstadt brauche ihre individuelle Lösung und die Experten dafür seien die Kaufleute, Gastronomen und die anderen Stakeholder vor Ort. Für ein passgenaues Konzept z.B. aus cleveren Nachnutzungskonzepten, mehr Grünflächen und der Gestaltung von attraktiven Plätzen gäbe es keine besseren Experten, so der ZIA.

Langfristig will der ZIA das Instrument der Business Improvement Districts (BIDs) weiterentwickeln. Künftig sollte in den Innenstädten auch auf ein Mietenpooling im Rahmen eines BID gesetzt werden. Ein weiteres Mittel zur Belebung der Innenstädte sei laut ZIA die dauerhafte Reduzierung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie auf sieben Prozent. Diese hätte im Pandemie-Jahr 2020 vielen Gastronomen sehr geholfen.

Das komplette Positionspapier zum Durchlesen (PDF).

Auszug aus dem ZIA-Positionspapier und der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Belebung von Innenstädten:

  • Gründung eines Beirats Innenstadt
  • Weiterentwicklungdes BID-Instruments
  • Leerstands- und Liegenschaftsmanagement
  • Förderung von Zwischennutzungen
  • Zwischenerwerb von Schlüsselgrundstücken durch Kommunen
  • Gastronomie fördern
  • Bezuschussung von innovativen Konzepten, Digitalisierungsprojekten sowie die Subventionierung von Mieten für Start-Ups, Best-Practice-Datenbank
  • Bezuschussung vonLadenerneuerung /-um-bauten für Nutzer/Mieter
  • Freies W-Lan

Quelle: Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA)

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