Direkte Glasfaseranbindung mit offenem Zugangsmodell für 5.000 Wohnungen

Die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg e. G. geht für den Glasfaserausbau ihrer rund 5.000 Wohnungen neue Wege. Alle Liegenschaften der Genossenschaft werden bis 2026 mit einer direkten Glasfaseranbindung der Wohnungen („Fiber to the Home“ FTTH) ausgestattet.
 

Die Glasfaserinfrastruktur wird in Deutschland ausgebaut. FOTO: Tele Columbus/ Markus Altmann
Die Glasfaserinfrastruktur wird in Deutschland ausgebaut. FOTO: Tele Columbus/ Markus Altmann

Die Anbindung führt der Telekommunikationsanbieter Tele Columbus AG durch. Die neue Glasfaseranbindung soll aber auch anderen Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen auf Mietbasis offenstehen.

Herkömmliche Techniken, wie DSL, VDSL oder Hybrid, kommen langsam an ihre Grenzen, da heutzutage superschnelle Internetverbindungen und hochauflösendes Fernesehen stark nachgefragt sind. >> IVV-Fachartikel: Warum Glasfaser schon jetzt ein Muss ist

Für die Wohnungswirtschaft besteht die Herausforderung darin, eine technische Lösung zu finden die den Wettbewerb der Anbieter von Telekommunikationsleistungen ermöglicht, gleichzeitig aber wirtschaftlich vertretbar ist. Deshalb setzt die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle-Merseburg e. G. für den Glasfaserausbau ihrer knapp 5.000 Wohnungen in Halle und Merseburg gemeinsam mit Tele Columbus ein offenes Zugangsmodell um.

Auf der Grundlage einer im Mai geschlossenen und kürzlich von den Mitgliedern gebilligten Vereinbarung werden die Unternehmen der Tele Columbus bis 2026 in allen Liegenschaften der Genossenschaft die Netzebenen 3 und 4 mit einem Glasfasernetz ausstatten, das auch anderen Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen auf Mietbasis grundsätzlich offensteht. Nach dem erfolgten Ausbau der Treppenhäuser und Wohnungen können dann die Mitglieder der Genossenschaft ihren Anbieter frei wählen, ohne dass dieser dann nochmals Baumaßnahmen im Treppenhaus oder der Wohnung ausführen muss.

Quelle: Tele Columbus AG

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