In Bratislava eröffnet das Unternehmen die größte Holz-Filiale in der Slowakei. Im baden-württembergischen Tuttlingen entsteht eine Filiale, bei der unter anderem für die Wände, die Fassade und den Parkplatz recycelte Baumaterialien verwendet werden.
514 Tonnen CO2 eingespart
In der slowakischen Hauptstadt Bratislava wurde am 21.09.2023 die erste Kaufland-Filiale in Holzbauweise eröffnet. Diese besteht zu drei Vierteln aus Holz, dadurch wurden allein 335 Kubikmeter Beton weniger für den Bau benötigt. Somit spart die Immobilie im Vergleich zur herkömmlichen Betonbauweise insgesamt 514 Tonnen CO2 ein. Mit einer Verkaufsfläche von 2.500 Quadratmetern gehört die Immobilie somit zu den größten Holz-Filialen in Osteuropa.
Neben der umweltfreundlichen Bauweise zeichnet die Filiale in Bratislava eine besondere Energieeffizienz aus. Grüne Fassaden und eine bepflanzte Dachfläche fungieren als natürlicher CO2-Speicher und grüne Klimaanlage. Geheizt wird mit Kühltruhen und -schränken. Sie erzeugen mehr Wärme als Kälte. Diese Abwärme wird für die Beheizung der Filiale genutzt und deckt fast 80 Prozent des gesamten Bedarfs ab. Ein Teil des Stroms für die Filiale kommt vom eigenen Dach. Dort ist eine Photovoltaikanlage installiert.
Recycelte Baumaterialien
In Tuttlingen entsteht gerade eine Filiale, bei der unter anderem für die Wände, die Fassade, den Filialboden und den Parkplatz Baustoffe zum Einsatz kommen, die aus Abrissmaterial oder Abfall produziert werden. Es wurden beispielsweise recycelte Pflastersteine genutzt, diese bestehen zu einem Anteil von 30 bis 40 Prozent aus Abbruchmaterial. Dadurch werden die CO2-Emissionen beim Bau des Parkplatzes in Tuttlingen um zehn Prozent reduziert. Zudem gibt es Recycling-Fliesen, welche zu einem Anteil von 45 Prozent aus Produktionsabfällen und Restprodukten der Steinindustrie bestehen. Dadurch können im Produktionsprozess rund 50 Prozent CO2-Emissionen vermieden werden.
"Wir sehen in dem Einsatz von recycelten Baumaterialien die große Chance, das Thema Kreislaufwirtschaft in der Baubranche zu fördern und so den Ressourcenverbrauch sowie den CO2-Fußabdruck beim Bau neuer Filialen zu verringern. Dafür setzen wir aktuell bewusst auf ausgewählte Teststandorte wie Tuttlingen, um die recycelten Materialien zu verproben und damit Erfahrungen zu sammeln", sagt Michael Hiese.
















