Klimagerecht wohnen inmitten der Bremer City

Am Knotenpunkt zwischen Hauptbahnhof, Bürgerweide, Wallanlagen und dem Bremer Westen entwickelt die GEWOBA nach den Plänen des Architekturbüros EM2N Architekten ein komplett neues Quartier: das Q45. Das ehemalige Bundeswehrhochhaus wird zum neuen Lebensmittelpunkt für Studierende und junge Menschen in Ausbildung. Durch Sanierung und Umbau entstehen insgesamt 117 Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements mit Wohnungsgrößen von 22 bis 56 Quadratmetern.

Bis ins Jahr 2007 fanden im 1968 errichteten Hochhaus noch die Musterungen für die Wehrdiensttauglichkeit statt. Jetzt wird das ehemalige Bundeswehrhochhaus umgebaut. Bild: Gewoba Bremen
Bis ins Jahr 2007 fanden im 1968 errichteten Hochhaus noch die Musterungen für die Wehrdiensttauglichkeit statt. Jetzt wird das ehemalige Bundeswehrhochhaus umgebaut. Bild: Gewoba Bremen

116 werden davon künftig preisgebunden zu einer Netto-Kaltmiete ab 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Außerdem sind drei Gewerbeflächen im Gebäude vorgesehen.

Mit dem Punkthaus und dem Atelierhaus ergänzen zwei Neubauten das Wohnungsangebot vor Ort um weiteren geförderten Wohnraum. Die 45 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von 50 bis 99 Quadratmetern richten sich insbesondere an Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Der barrierefreie Zugang zu den Wohnräumen wird über einen Aufzug gewährleistet. Teilweise sind die Wohnungen auch rollstuhlgerecht ausgelegt. Fünf Gewerbeflächen, unter anderem für eine Kita, eine Sozialberatung, ein Mobilitätscafé und für Gastronomie, sollen nach Fertigstellung das Quartier bereichern.

Umbau des ehemaligen Bundeswehrhochhauses als Vorzeigeprojekt

Vielfältige Maßnahmen machen aus dem Q45 ein umweltfreundliches und ressourcen-schonendes Bauvorhaben. Mit der neuen hochdämmenden Fassade erfüllt das ehemalige Bürohochhaus nach dem Umbau die hohen ökologischen Anforderungen des BEG EH 55 EE-Standards und die aktuell gültigen DIN-Normen für den Schallschutz. Dafür mussten zunächst eine aufwändige Schadstoffsanierung und eine umfangreiche Entkernung durchgeführt werden. Rund 4.500 Tonnen Stahlbetonabfall wurden aus den Bunker-Untergeschossen des Gebäudes entfernt und die Tiefgarage für die Auflastung der neuen Baukörper zurückgebaut.

Die Neubauten werden mit Photovoltaik-Anlagen auf den Gründächern und einer energieeffizienten Heiztechnik über Fernwärme ausgestattet. Sie sind im BEG EH 40 EE-Standard geplant. Außerdem sieht das ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzept auch eine begrünte Freifläche und Mobilitätsangebote wie Car-Sharing vor.

Weitere Wohnprojekte der Gewoba Bremen:

In drei zentralen Wasserlagen realisiert die GEWOBA größere Bauvorhaben und ergänzt ihr Bestandsportfolio um weitere barrierefreie Wohnungen sowie Gewerbeflächen:

Auf dem historischen Gelände der ehemaligen Kalksandsteinfarbrik H. F. Kistner in Bremerhaven-Lehe baut die GEWOBA zwei Neubauten mit 66 preisgebundenen Wohnungen für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen. Familien, junge Erwachsene, Seniorinnen und Senioren können hier künftig vom Balkon oder der Terrasse den freien Blick auf die angrenzende Geeste genießen.

In der Gartenstadt Werdersee setzt das Unternehmen seine Bautätigkeit weiter fort. 2023 wurden 36 preisgebundene Wohnungen fertiggestellt, 19 weitere sind im Bau. Neben Geschäften des täglichen Bedarfs ergänzen eine Kita und ein Supermarkt das Neubaugebiet. Die Energieversorgung des gesamten Quartiers erfolgt durch die

GEWOBA Energie GmbH. Insgesamt baut die GEWOBA auf dem 16 Hektar großen Areal neun Mehrfamilienhäuser mit 249 Mietwohnungen, davon 211 preisgebunden. Bereits 188 Wohnungen realisierte die GEWOBA seit 2019.

Etwas weiter westlich, nur wenige Meter vom Habenhauser Deich entfernt, entwickelt die GEWOBA das Klimaquartier Seehöfe. Auf knapp 2,5 Hektar Fläche entstehen auf dem ehemaligen Militärgelände neun barrierefreie Mehrparteienhäuser mit insgesamt 214 Wohneinheiten. Mindestens 85 Wohnungen werden künftig preisgebunden vermietet. Erstmalig wird außerdem das Segment preisgedämpfter Wohnraum angeboten.

Kaffeequartier feiert Baustart

Auf einer der letzten freien Flächen in der östlichen Bremer Überseestadt ergänzt die GEWOBA mit dem Kaffeequartier das Angebot um bezahlbare Wohnungen für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Mit einem Spatenstich wurde der Auftakt der Bauarbeiten für zwei dreigeschossige Mehrparteienhäuser mit insgesamt 72 preis-gebundenen Mietwohnungen sowie Gewerbeflächen für eine Kita, eine inklusive WG und ein Feinkostgeschäft gefeiert. Die Fertigstellung ist für Herbst 2025 geplant.

Die neue Quartiersmitte in Osterholz nimmt weiter Formen an

Auch der Bau des Schweizer Foyers auf dem Gelände der ehemaligen Straßenbahn-Wendeschleife schreitet voran: Die Fertigstellung des fünf- bis achtgeschossigen Neu-baus mit gemischtem Nutzungskonzept ist für Sommer 2024 geplant. Neben neun Gewerbeeinheiten für das Ortsamt Osterholz, soziale Träger wie Kita und Martinsclub so-wie gastronomische Angebote entstehen 17 preisgebundene Wohnungen.

Martina Eisinger

Redaktionelle Mitarbeiterin
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