Ausbau der E-Ladestationen

VW-Quartiere stehen massiv unter Strom

Verteilt über 17 Standorte in Wolfsburg seien bereits heute 60 Ladepunkte in den Wohnquartieren von Volkswagen Immobilien (VWI) nutzbar. E-Fahrzeuge könnten dort mit je 11 kW geladen werden.

Elektrifizierung der Parkplätze (v. li.): Ulrich Sörgel (Leiter Wohnimmobilien), Meno Requardt (Sprecher der VWI-Geschäftsführung) und Bernd Lickfett (Leiter Kundenservice) vor Ladesäulen im Wolfsburger Stadtteil Fallersleben. FOTO: TOBIAS FRUH/VWI
Elektrifizierung der Parkplätze (v. li.): Ulrich Sörgel (Leiter Wohnimmobilien), Meno Requardt (Sprecher der VWI-Geschäftsführung) und Bernd Lickfett (Leiter Kundenservice) vor Ladesäulen im Wolfsburger Stadtteil Fallersleben. FOTO: TOBIAS FRUH/VWI

Gemeinsam mit dem kommunalen Energieversorger LSW Energie GmbH & Co. KG (LSW) sollen bis Ende 2022 etwa 100 Lademöglichkeiten mit einer Investitionssumme von rund 600.000 Euro in den Wolfsburger Quartieren von VWI entstehen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Ladepunkte in der Langen Stücke im Stadtteil Fallersleben setze Volkswagen Immobilien den stetigen Ausbau der Lademöglichkeiten in Wolfsburg weiter fort.

Ladesäulen mit 100 Prozent Ökostrom

„Wir unterstützen den Wandel zur E-Mobilität durch den Ausbau von Ladeoptionen bei unseren gewerblichen Objekten und in unseren Wohnquartieren. Mit der wachsenden Anzahl an Ladepunkten wird es so für alle Wolfsburgerinnen und Wolfsburgern immer einfacher, Elektromobilität zu erleben. Und das macht fahrerisch richtig Spaß“, sagt VWI-Geschäftsführer Meno Requardt.

In diesem Jahr seien bereits 28 Ladesäulen mit 56 Ladepunkten in den Stadtteilen Rabenberg, Detmerode, Wohltberg, Hellwinkel, Eichelkamp, Teichbreite, Tiergartenbreite und Fallersleben ans Netz gegangen. So werde zügig eine breite Versorgung über den Wohnungsbestand erreicht. Weitere Ladepunkte würden im kommenden Jahr folgen.

An den Ladesäulen können E-Fahrzeuge mit bis zu 11 kW geladen werden, sodass je nach Fahrzeug etwa 50 bis 100 Kilometer Reichweite pro Stunde geladen werden können. Die Ladesäulen werden gemeinsam mit der LSW aufgestellt und mit 100 Prozent Ökostrom betrieben. Die Nutzung sei zum Beispiel per App oder RFID-Karte möglich. Auch mit einem Autostromvertrag etwa von Charge & Fuel oder vielen weiteren Anbietern sei das Aufladen an den Ladesäulen möglich, genauso wie die Nutzung ohne Vertrag über eine Bezahlplattform.

„Das Ziel sind Ladestationen vor der Haustür“

„Die Zwischenbilanz nach rund einem Jahr ist sehr positiv. Von den geplanten 100 Ladesäulen werden wir in diesem Jahr 56 umgesetzt haben. In unserem Neubaugebiet in den Steimker Gärten haben wir bereits viel Erfahrung mit der Elektrifizierung unserer Stellplätze und Ladeoptionen gesammelt und können dort unseren Mieterinnen und Mietern Lademöglichkeiten zum Beispiel in den Tiefgaragen und an den Stellplätzen anbieten. Unser Ziel ist es, unseren Mietern mit der wachsenden Zahl an E-Fahrzeugen auch im neuen Jahr wohnungsnahe Lademöglichkeiten anbieten zu können“, so Ulrich Sörgel, Leiter Wohnimmobilien bei VWI.
In Deutschland gibt es aktuell 48.717 öffentlich zugängliche Ladepunkte (Quelle: Bundesnetzagentur, Stand: 1. Oktober 2021).

Davon sind 7.053 Schnellladepunkte. Damit kamen statistisch rund 21 E-Pkw auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt. Während pro Monat rund 55.000 Elektro-Pkw in Deutschland neu zugelassen werden, wächst die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte wöchentlich nur um etwa 250, tatsächlich aber benötigen wir rechnerisch rund 2.000 neue Ladepunkte pro Woche und damit in etwa eine Verachtfachung der Ausbaugeschwindigkeit. (Red.)

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