Neubau einer Versorgungseinrichtung entlastet Hannoverschen Wohnungsmarkt

Die Verkehrsbetriebe Üstra in Hannover haben auf einem Grundstück in der Vahrenwalder Straße ein Neubauprojekt  mit 139 Wohnungen realisiert. Der Clou: Das Bauvorhaben als ein Ensemble mehrgeschossiger Gebäude besteht zum großen Teil aus Holz und war das größte seiner Art in Norddeutschland.

Die Obergeschosse der Gebäude bestehen sind mit Douglasie-Brettern bekleidet, im Ergeschoss mit Faserzementplatten. BILD: Üstra VE
Die Obergeschosse der Gebäude bestehen sind mit Douglasie-Brettern bekleidet, im Ergeschoss mit Faserzementplatten. BILD: Üstra VE

Die mehrgeschossige Wohnsiedlung an der Wedelstraße besteht aus sechs Türmen und drei Zeilenhäusern. Alle Mietwohnungen bestehen aus ein bis vier Zimmern und sollen barrierefrei über einen Aufzug erschlossen werden. Einige sind speziell für Rollstuhlfahrer geeignet. Sämtliche Wohnungen haben eine teilüberdachte Loggia bzw. einen Balkon. Bei allen Außenwänden und Decken bleibt das Brettsperrholz innen als sicht- und erlebbare Oberfläche erhalten.

Damit bietet die VE ab 2020 den ÜSTRA-Mitarbeitern, aber auch anderen Interessenten weiteren modernen sowie bezahlbaren Wohnraum in zentraler Lage. Gleichzeitig soll so der hannoversche Wohnungsmarkt entlastet werden. 20% der Wohnungen werden von der Stadt Hannover gefördert. Die ersten Mietwohnungen wurden im März 2020 bezogen.

Hoher ökologischer Anspruch an die Siedlung

Zum ökologischer Anspruch gehört im Freiraumkonzept neben einer intensiven Begrünung auch, dass sämtliches Regenwasser auf dem Grundstück versickert. Die Dächer werden ebenfalls extensiv begrünt, was nicht nur die Fauna fördert, sondern auch Feinstaub bindet. Die an die Gebäude grenzenden Freiflächen werden parkartig mit Bäumen und Gehölzen gestaltet und mit ausreichend Spielflächen und Spielgeräten für die Altersstufen bis 6 Jahre ausgestattet. Zudem ist jede Wohnung hochwärmegedämmt und verfügt über eine kontrollierte Wohnungslüftungsanlage. Die Holzbauweise wirkt sich positiv auf das Klima aus, da sie gegenüber einer mineralischen Bauweise ca. 2.150 t CO2 spart. Zusätzlich binden die Gebäude durch das verwendete Holz weitere 3.575 t CO2 über die Lebensdauer hinweg (nach Berechnungen der Ruhr-Universität Bochum).

Quelle: Versorgungseinrichtung der ÜSTRA e. V.

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