Neue Heimat für ukrainische Geflüchtete

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause, doch das Wohnhaus gibt es nicht mehr. Wohngebäude sind Ziele von russischen Raketen in der Ukraine. Vielen wird das Zuhause genommen. Um nach der Flucht etwas zur Ruhe zu kommen, die Kriegserlebnisse zu verarbeiten, sich aufgehobenzu fühlen, brauchen die Menschen Unterstützung und vor allem Wohnraum. Drei Wohnungen übergab das Unternehmen Sahle Wohnen in Wolfsburg-Reislingen an zehn ukrainische Geflüchtete.

Sahle Wohnen übergibt Wohnungen in Wolfsburg-Reislingen. BILD: ©Offenblende_1
Sahle Wohnen übergibt Wohnungen in Wolfsburg-Reislingen. BILD: ©Offenblende_1

Zusätzlich zur Bereitstellung der Unterkünfte stellt die Unternehmensgruppe Sahle Wohnen auch das nötige Mobiliar und die Küchenausstattung zur Verfügung.

„In turbulenten Zeiten wie diesen, in denen Hunderttausende Kriegsvertriebene aus der Ukraine quasi über Nacht in Deutschland mit Wohnraum versorgt werden müssen, empfinden wir es als ein Gebot unserer Partnerschaft, den betroffenen Kommunen so schnell wie möglich zu helfen. So ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, auch der Stadt Wolfsburg Wohnungen zur Unterbringung der Ukrainerinnen und Ukrainer anzubieten“, erklärt Albert Sahle, Mitinhaber der Unternehmensgruppe Sahle Wohnen.

"Wohnen ist Leben in Gemeinschaft"

Ebenso wie in Wolfsburg stellt Sahle Wohnen auch in weiteren seiner über 40 Standorte in Deutschland geeigneten Wohnraum für aus der Ukraine Geflüchtete zur Verfügung, um die akute Not zu lindern und den zumeist traumatisierten Menschen wieder ein sicheres Zuhause zu bieten. Eine Besonderheit des vom Unternehmen ohnehin geförderten, nachbarschaftlichen Engagements der Mieterinnen und Mieter ist, dass Bewohnerinnen und Bewohner als Integrationshelfer und Begleitpersonen tätig werden wollen, um den fast ausschließlich allein geflohenen Müttern mit Kindern den Start in Deutschland zu erleichtern.

Mit der Bereitstellung der Wohnungen an der Von-Droste-Hülshoff-Straße und dem Gerta-Overbeck-Ring will Sahle Wohnen seinen verantwortungsvollen Beitrag zur Unterbringung der etwa 1500 in Wolfsburg erwarteten Geflüchteten aus der Ukraine leisten. „Wir wissen, dass Wohnen seit jeher Leben in Gemeinschaft ist. Das galt schon in der Steinzeit und gilt auch heute noch in unserer modernen Zeit. Daher bemühen wir uns – sogar mit der eigens von uns gegründeten Gesellschaft Parea gGmbH – durch aktive Quartiersarbeit ein tragfähiges, nachbarschaftliches Netz zwischen den Bewohnern zu knüpfen. Nur so ziehen Toleranz und Rücksichtnahme in die Wohnanlagen ein. Und wenn durch diese Arbeit sogar nachbarschaftliche Hilfe erwächst, gehört zufriedenes Wohnen untrennbar zum Charakter der Wohnanlage“, gibt sich Albert Sahle zuversichtlich.

Quelle: Sahle Wohnen

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