Wahljahr 2021

Neue „politische Architektur“ für den Wohnungsbau

Führende Vertreter der Bau- und Immobilienbranche, die sich in der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen haben, darunter auch der Deutsche Mieterbund und die IG BAU fordern eine zweite und deutlich effektivere Wohnraumoffensive. Es gelte, so schnell wie möglich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und eine Corona-bedingte Wohnungskrise zu vermeiden.

Es gibt viel zu tun, packen wir's an! FOTO: Pixelio/Helga Ewert
Es gibt viel zu tun, packen wir's an! FOTO: Pixelio/Helga Ewert

Die Mieten seien weiter gestiegen, neue bezahlbare Wohnungen seien zu wenige gebaut worden. Die erste Wohnraumoffensive der Bundesregierung sei gescheitert, sagen die einige Verbände der Immobilienbranche. Deren Ziel war es ursprünglich, 1,5 Millionen Neubauwohnungen bis 2021 zu schaffen. Neu gebaut wurden lediglich 1,2 Millionen Wohnungen.

Bezahlbarer Wohnraum als Mangelware in der Corona-Krise

Einen Brandbrief haben die Spitzen der Bau- und Immobilienbranche heute an Bundestag und Bundesregierung sowie an die Länderparlamente und an die Regierungschefs der Länder geschickt. Da die gesetzten Wohnungsbauziele bisher nicht erreicht wurden und in weiterer Folge der Corona-Pandemie die Einkommensentwicklung vieler Haushalte zumindest temporär beeinflusst werden wird, sei in der kommenden Wahlperiode eine Wohnraumoffensive 2.0 dringend erforderlich.

Die unterzeichnenden Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Planerinnen und Planer, der Deutsche Mieterbund sowie die Industriegewerkschaft BAU fordern die Bundesregierung auf, Impulse für das bezahlbare und klimafreundliche Wohnen zu setzen.

Das sind vorgschlagenen Maßnahmen:

1. Stärkung des Sozialen Wohnungsbaus
2. Verbesserung der Investitionsbedingungen im bezahlbaren Wohnungsbau
3. Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums
4. Ausweitung der Schaffung und Vergabe von günstigen Bauflächen
5. Setzung wirksamer Impulse für energetische Sanierungen
6. Förderung einer Umbaukultur im Bauplanungs- und Bauordnungsrecht
7. Ressourceneffizienz und Technologieoffenheit im Bauwesen
8. Verzicht auf Kostentreiber

Das Positionenpapier und die Teilnehmer der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" können Sie im untenstehenden PDF nachlesen.

Der Koordinator des Branchenbündnisses appelliert an die Politik, eine neue „politische Architektur“ für den Wohnungsbau zu schaffen. Es komme jetzt darauf an, im Superwahljahr 2021 frühzeitig Signale für mehr Wohnungsbau zu setzen – in der Regierungsarbeit von Bund und Ländern genauso wie in den Wahlprogrammen der Parteien. Immerhin stünden neben der Bundestagswahl auch sechs Landtagswahlen ins Haus.

Quelle: Koordination der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, www.bauen-und-wohnen-in-deutschland.de

weiterlesen:
Ideenpool zum bezahlbaren „Wohnen und Leben der Zukunft“
Neubau-Rechnung der Bundesregierung geht nicht auf
Integration mit PFIFF

Bundestagswahl 2021: Damit müssen Vermieter und Eigentümer nach der Wahl rechnen

Dieses Muster bietet Ihnen nicht nur die übersichtliche Aufstellung der Betriebskosten nach der Betriebskostenverordnung, sondern umfasst umfangreiche Beispiele für weitere Kosten, die auf den Mieter im Mietvertrag umgelegt werden dürfen. Darüber hinaus enthält das...
Printer Friendly, PDF & Email
9.6.2023
Rohbau für 140 Wohnungen fertig
In Berlin-Reinickendorf errichten die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), der Generalbauunternehmer Goldbeck und das Bezirksamt insgesamt mehr als 600 Wohnungen. Für den Neubau gelten...
16.1.2023
Spitzentreffen im Bauministerium
Am 13. Januar fand zwischen Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) und 17 Spitzenvertretern der Bau- und Immobilienwirtschaft ein Krisengespräch statt. Die Branche erwartet, dass die Bauministerin...
9.12.2024
Oppositionskritik im Bauausschuss
Der Bauausschuss des Bundestages hat sich mit der Arbeit des seit September 2023 bestehenden Runden Tisches „Serielles, modulares und systemisches Bauen“ befasst. Die CDU/CSU-Fraktion kritisierte in...
25.9.2023
Wohngipfel beim Kanzler
Die Bundesregierung hat den „Wohn-Gipfel“ im Kanzleramt genutzt, um ihr Maßnahmenpaket für mehr Investitionen in den Wohnungsbau vorzustellen. Der GdW und Haus & Grund hatten einigermaßen spektakulär...
26.11.2024
Bundestagswahl
Beim Tag der Wohnungswirtschaft in Berlin legte der Spitzenverband GdW seine Lösungen in Form von Positionen zur Bundestagswahl 2025 vor. Absoluten Vorrang bekommen sollen bezahlbarer Neubau bis 12...
22.2.2024
Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen
Möglicherweise wird diese Behauptung 2024 zum geflügelten Wort der Immobilienbranche. Es war ZIA-Präsident Andreas Mattner, der mit diesem drastischen Kommentar das Frühjahrsgutachten der...