Kommunikation

Neukundenansprache überwiegend digital

Viele Wohnungsgenossenschaften nutzen für die Kommunikation mit Mietinteressenten und Neukunden schon digitale Kanäle. Die Kommunikation mit den Mitgliedern läuft jedoch meist analog ab. Das ergab die Studie „Digitale Kommunikation in Wohnungsgenossenschaften“, die das Beratungsunternehmen Analyse & Konzepte immo.consult im Auftrag des Vereins Wohnen in Genossenschaften e. V. durchgeführt hat.

Bild von Muhammad Ribkhan auf Pixabay.
Bild von Muhammad Ribkhan auf Pixabay.

An der Studie, die in Projektpartnerschaft mit dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V. (VdW Rheinland Westfalen) entstand, nahmen 55 Wohnungsgenossenschaften teil.

Digitalisierung von Kommunikationswegen

Insgesamt ist der Grad der Digitalisierung bei den befragten Unternehmen im Bereich „Rechnungswesen und Controlling“ am höchsten. 45 Prozent der Unternehmen schätzen ihn hier als hoch oder sehr hoch ein. In Bezug auf die interne Kommunikation geben immerhin 40 Prozent der befragten Unternehmen den Digitalisierungsgrad als hoch oder sehr hoch an. Beim Marketing ist es ein Drittel, bei der Vermietung sind es 27 Prozent und bei der Mitgliederkommunikation nur 7 Prozent.

Getrieben durch Online-Vermietungsplattformen erfolgt die Ansprache von Wohnungsinteressentinnen und -interessenten bei 49 Prozent der Wohnungsgenossenschaften überwiegend digital. 36 Prozent setzen auch in der Interessentenbetreuung auf digitale Tools und ein Drittel beim Vermietungsprozess.

In der Kommunikation mit den Mitgliedern kommen digitale Angebote am ehesten bei Themen, die die Instandhaltung betreffen, zum Einsatz. Mitgliederinformationen und Nachbarschaftsangebote werden kaum digital verbreitet. Auch für die Bearbeitung von Beschwerden und Anfragen nutzen die Genossenschaften überwiegend analoge Kanäle wie das Telefon, das persönliche Gespräch, Briefe und Rundschreiben.

Als Hauptaufgabe der digitalen Kundenkommunikation sehen die Genossenschaften die Sicherstellung einer guten Erreichbarkeit sowie den Austausch von Informationen an. Weniger relevant ist im Vergleich die soziale Vernetzung. Nur 42 Prozent der befragten Unternehmen bewerten diesen Aspekt der digitalen Kommunikationsmöglichkeiten als wichtig oder sehr wichtig.

Jüngere Genossen akzeptieren digitale Kommunikationswege eher

Gefragt nach den Hürden für die digitale Kommunikation geben 69 Prozent der Genossenschaften an, dass diese den persönlichen Kontakt nicht ersetzen könne. 44 Prozent sagen, dass die mangelnde digitale Ausstattung der Mitglieder ihre Möglichkeiten begrenzt. Aber: 60 Prozent der Genossenschaften machen die Erfahrung, dass jüngere Mitglieder digitale Angebote eher akzeptieren als ältere. 62 Prozent geben an, dass die Mitglieder diese Angebote heute mehr nutzen als noch vor zwei Jahren.

Quelle: Analyse & Konzepte immo.consult GmbH / Verein „Wohnen in Genossenschaften e. V.“

Vermietung | Vermietungsplattformen | Digitale Kommunikation
Mietern ist persönlicher Kontakt trotz Digitalisierung wichtig
Größtes Wohnungsunternehmen der Stadt Hannover vermietet über Immomio
Aufwand bei der Mietersuche reduzieren
Kommunikation mit Mietern lässt sich automatisieren
IVV-Fachartikel: Online-Hausverwaltung: Einfacher verwalten und vermieten -
Was Internet-Portale und Cloud-Anwendungen können
IVV-Serie: Die Digitalisierung belebt die Immobilienbranche
 

IVV-Ausgabe 12/21 online lesen

Newsletter abonnieren

 

Häuser können in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt sein (Wohnungseigentumsgemeinschaft) oder im Ganzen einer Person oder einer Gesellschaft gehören. Dieses Muster enthält einen vollständigen Mietvertrag für eine Wohnung, die keine Eigentumswohnung ist und...
Printer Friendly, PDF & Email
23.5.2025
Digitalisierung, KI und Wettbewerb
Rund 300 Fachbesucher diskutierten aktuelle Branchentrends, neue Technologien und Geschäftsfelder auf dem Fachkongress der Deumess e.V., dem Branchenverband mittelständischer Messdienstleister.
5.9.2024
Dank ausreichender NRW-Landesförderung
Im Rahmen der WohneNRW-Tage 2024 für die öffentliche Wohnraumförderung in Nordrhein-Westfalen war Landesbauministerin Ina Scharrenbach bei VIVAWEST in Ahlen zu Gast.
29.11.2024
David Wilde, Chef des Hattinger Wohnungsunternehmen hwg, ist als Honorarprofessor an die EBZ Business School in Bochum berufen worden.
22.11.2023
Immomio
Die Hamburger Immomio GmbH erweitert ihr Produktportfolio um ein neues Genossenschaftsmodul. Wohnungsgenossenschaften bekommen damit eine professionelle Vermietungslösung, die auf ihre spezifischen...
25.7.2025
Aktuelle Umfrage von Haus & Grund
Der Eigentümerverband Haus & Grund hat seine Mitglieder zur Wirtschaftlichkeit des privaten Vermietungsgeschäfts befragt. Die zentrale Botschaft, die Verbandspräsident Kai Warnecke damit aussendet...
10.3.2025
Umrüstung auf fernauslesbare Messgeräte
Die Ausrüstung von Wohnungen mit fernauslesbaren Messgeräten schreitet in Deutschland deutlich voran. Dennoch erhalten sehr viele Haushalte noch keine monatlichen Informationen über den Wärmeverbrauch...