Sozialer Wohnungsbau in Braunschweig

Die Nibelungen Wohnbau baut weitere 72 Wohnungen. Der komplette Wohnraum wird öffentlich gefördert. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum informierte sich bei einem Rundgang, wie es vorangeht.

Rundgang Nördliches Ringgebiet 1. Bauabschnitt. FOTO: Nibelungen Wohnbau
Rundgang Nördliches Ringgebiet 1. Bauabschnitt. FOTO: Nibelungen Wohnbau

Insgesamt entstehen 1.300 neue Wohneinheiten

Im letzten Frühjahr hat der Hochbau von 500 weiteren Wohnungen begonnen. Die Nibelungen-Wohnbau-GmbH baut im zweiten Bauabschnitt insgesamt 72 Wohnungen in zwei Gebäuden. Außergewöhnlich: Alle Wohnungen werden öffentlich gefördert. Bei einem Rundgang zeigte Nibelungen Geschäftsführer Torsten Voß, nun Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum und Stadtbaurat
Heinz-Georg Leuer, wie es im Baugebiet vorangeht und wie belebt und beliebt das neue Quartier bereits ist.

Im ersten Bauabschnitt errichtete die Nibelungen mit 174 Miet- und 28 Eigentumswohnungen vielseitigen Wohnraum. Zwischen dem geschichtsträchtigen Siegfriedviertel und dem lebendigen Univiertel ist ein zentrales, bunt gemischtes Wohnquartier entstanden. „Im Nördlichen Ringgebiet verwirklichen wir gemeinsam mit der Nibelungen und weiteren Bauträgern Braunschweigs größtes  Wohnbauprojekt der vergangenen Jahrzehnte“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum. „Die Umsetzung geht zügig voran. Damit tragen wir dem weiterhin dringenden Bedarf an neuem, attraktivem und zugleich bezahlbarem Wohnraum in unserer Stadt Rechnung und setzen zugleich neue Maßstäbe in der städtebaulichen Entwicklung. Das neue Quartier entsteht überwiegend auf seit langer Zeit brachliegenden Industrie- und Gewerbeflächen. Die innenstadtnahe Lage direkt am Ringgleis ist optimal, und das Quartier zeichnet sich durch eine ausgewogene Mischung aus Wohn- und Freizeitbereichen aus. Gerade gestalten wir den Nordpark neu und statten ihn mit zwei großen Spielplätze für Kinder und Jugendliche aus.“

Im zweiten Bauabschnitt sorgt die Nibelungen für einen vielseitigen Wohnungsmix

Im ersten Gebäude entsteht im Erdgeschoss moderner Wohnraum für eine Wohn-Pflegegemeinschaft. Hier leben pflegebedürftige Mieter künftig in zehn individuellen Wohnbereichen mit Bad und Loggia. Zusätzlich stehen ihnen Gemeinschaftsräume und ein gemeinschaftlich genutzter Garten zur Verfügung. Die ambulante Betreuung wird von ambet e.V. übernommen. Zudem wird die Lebenshilfe gGmbH zwei Wohngruppen mit je vier Apartments betreuen. Des Weiteren entsteht in beiden Gebäuden ein Wohnungsmix, der von 1- bis zur 5-Zimmer-Wohnungen reicht. Alle Wohnungen sind barrierearm zugänglich, teilweise rollstuhlgerecht gestaltet und mit einem Aufzug zu erreichen. Die Mieten liegen zwischen 6,10 €/m² und 7,50 €/m².

Fertigstellung der Gebäude ist für den Herbst 2023 geplant

„Als kommunales Wohnungsunternehmen ist es unsere Aufgabe, Wohnraum für alle Braunschweigerinnen und Braunschweiger zu schaffen. Dazu gehört in besonderem Maße auch bezahlbarer Wohnraum“, sagt Torsten Voß, Geschäftsführer der Nibelungen-Wohnbau. „Wir freuen uns, dass wir im Nördlichen Ringgebiet auch Menschen mit kleinerem Budget das Wohnen in einem modernen Neubau ermöglichen können.“

Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer fügt hinzu: „In diesem Jahr soll mit dem Bebauungsplanverfahren „Jütenring“ der dritte und letzte Bauabschnitt des Gesamtquartiers in Angriff genommen werden. Angrenzend an den Nordpark, soll dort ein weiteres hochwertiges Wohnquartier gebaut werden, in verdichteter Bauweise, mit dem Nordanger als zentraler Grünachse.“

Die Nibelungen-Wohnbau-GmbH hat zum Ende des Jahres 2021 erfolgreich die Entwicklung aller Grundstücke abschließen können und somit die Basis für die Planungen für den dritten und letzten Bauabschnitt im Nördlichen Ringgebiet geschaffen. Es ist geplant, dass auch hier die Nibelungen für diesen Bauabschnitt Vorhaben- und Erschließungsträgerin wird. Das B-Planverfahren wird von der Stadt Braunschweig durchgeführt und soll zeitnah in 2022 starten. Die Erschließungsarbeiten könnten dann schon 2023 beginnen. In diesem Bauabschnitt sollen eine Seniorenpflegeeinrichtung und weitere Wohngebäude entstehen.

Quelle: Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig

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