Mixed-Use-Immobilien

In Steinheim an der Murr entsteht ein Gebäudekomplex mit Gewerbe- und Wohnflächen

Insgesamt sind fünf Gebäude in der Kleinstadt geplant, die zu 30 Prozent als Gewerbe- und 70 Prozent als Wohnfläche genutzt werden sollen. Dabei setzt der Projektentwickler Semodu auf eine innovative Bauweise und eine nachhaltige Gestaltung urbaner Lebensräume.

Semodu Bauprojekt in Steinheim an der Bottwar Bildquelle: Semodu AG
Semodu Bauprojekt in Steinheim an der Bottwar Bildquelle: Semodu AG

Das 4.000 m2 große Grundstück wird in Kooperation mit den renommierten Architekten der Werkgemeinschaft HHK aus Stuttgart entwickelt, wobei der Fokus auf Landschaftsarchitektur und der Integration des Flüßchens Bottwar liegt. Das ambitionierte Vorhaben umfasst die Realisierung von 40 Wohnungen und einem Bürogebäude in moderner Holzmodulbauweise. Die Baumaßnahmen sollen Ende 2024 beginnen, und die Fertigstellung ist für das Jahr 2026 geplant.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Integration der Bottwar, zu der ein direkter Zugang geschaffen werden soll. Auf Uferbebauung wird jedoch verzichtet, stattdessen sollen Terrassen zum Flüßchen als grüne Rückzugsorte dienen. Auch begrünte Dächer und Fassaden, Vogelnistkästen sowie Flächen für Fledermäuse und Zauneidechsen werden integriert, um die heimische Flora und Fauna zu schützen. Ein zukunftsweisendes Energie- und Digitalkonzept von CERO2 und WandWall ergänzt das Bauvorhaben. Darüber hinaus sind der Bau einer Tiefgarage sowie das Angebot von Carsharing Teil des Projekts.

Die Semodu AG entwickelt auf Basis modernster Softwarelösungen und komplexen mathematischen Systemen qualitativ hochwertige Gebäudemodule sowie neue Methoden für die Steuerung von Gebäuden.

Mixed-Use Konzepte im Aufwind

Entwickler investieren Milliarden in gemischte Quartiere

In der jüngeren städtebaulichen Planungsdiskussion tauchen zwei Begrifflichkeiten immer häufiger auf: „Mixed-Use“ und „Urbane Quartiere“. Auf Objektebene gelten für die zukünftige Immobilienentwicklung diese beiden Konzeptansätze als zukunftsgewandte, städtebau-iche Blaupausen. Im Weiteren sollen hier insbesondere Mixed-Use-Immobilien betrachtet werden.

Eine allgemein gültige Definition für Mixed-Use-Entwicklungen gibt es im deutschsprachigen Raum nicht (Stand: 2021). Gleichwohl lässt sich aus der Begrifflichkeit ableiten, dass in derartigen Immobilien mindestens zwei unterschiedliche und voneinander unabhängige Nutzungen mit relevanten
Flächenanteilen vorhanden sein müssen, die ihrerseits in einem räumlich-baulichen Zusammenhang stehen.

Gemischt genutzte Immobilien – ob in zentralen Lagen, in einem urbanen Nahversorgungszentrum oder als Bestandteil eines Quartiers -vereinen somit eine individuelle Versorgungs- bzw. Dienstleistungsfunktion für das nähere Umfeld sowie eine in der Regel danach ausgerichtete
diversifizierte Mieterstruktur.
 Der Immobilientypus der Mixed-Use-Objekte bündelt verschiedene Funktionen, Dienstleistungen und Lebensbereiche unter einem Dach. In  Mischimmobilien wird gewohnt, gearbeitet, eingekauft und Freizeit verlebt. Weitere Einrichtungen z. B. der Gesundheitsvorsorge bzw. -versorgung komplettieren derartige Immobilien.

Vorteil für die Nutzer: Es gibt keine Pendelzeiten zwischen Einkaufsmöglichkeiten, Arbeit, Gastronomie und Dienstleistungs- sowie Gesundheitseinrichtungen. Das Konzept der Mixed-Use Immobilien verknüpft Effizienz und Nachhaltigkeit miteinander und verfügt zudem über die große Stärke sich in einem dynamischen Umfeld stets an neue Bedarfe anzupassen.

Quelle: Whitepaper DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH - Die Kapitalverwaltungsgesellschaft der HAHN-Immobilien-Beteiligungs AG, 2021

 

Martina Eisinger

Redaktionelle Mitarbeiterin
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