Projektentwicklung

Wohnhochhaus "Moringa" könnte ab 2023 Sauerstoff produzieren

Schadstoffe reduzieren? Sauerstoff produzieren? Flächenverbrauch senken? Hört sich alles prima an und bezieht sich auf das Wohnhochhaus "Moringa" im Quartier Elbbrücken in Hamburg, das derzeit entwickelt wird. Da "gesunde" Materialien verbaut werden, sei ein Großteil der Konstruktionen rückbaubar und recycelbar. Es handele sich um ein Projekt in Anlehnung an das Cradle-2-Cradle-Prinzip, realisiert von der Landmarken AG in Zusammenarbeit mit kadawittfeldarchitektur.

Skizze zum Projekt. ©kadawittfeldarchitektur
Skizze zum Projekt. ©kadawittfeldarchitektur

Fast alle Bestandteile des Gebäudes könnten wieder in den Kreislauf der Natur eingefügt oder sinnvoll wiederverwertet werden, teilte Jens Kreiterling, Vorstand des Projektentwicklers Landmarken AG mit. Als grüne Lunge produziere das Moringa Sauerstoff, reduziert Schadstoffe und reduziert sommerliche Hitzeinseleffekte in der Stadt. Nebenbei senke es auch den in Hamburg sehr hohen Pro-Kopf-Flächenverbrauch.

Begrüntes Gebäude in bester Lage

Das Ensemble soll aus drei Gebäudeteilen bestehen, die sich um einen grünen Innenhof gruppieren. Das Nutzungskonzept verbindet  familienfreundliches Wohnen mit nachbarschaftlichen Gemeinschaftsideen und öffentlichen Nutzungen in den Erdgeschossen. Auf 17.700 von knapp über 20.000 Quadratmetern BGF entstehen Mietwohnungen, 33 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert und schaffen in zentraler Wasserlage Wohnraum für Familien, Paare, junge Leute und Senioren aller Einkommensklassen.

Auch Wohnungen für das gemeinschaftliche Wohnen, zum Beispiel für Singles oder Studenten, sind geplant. Für eine nachbarschaftliche Verbundenheit wird es Gemeinschaftsflächen und eine Community-App geben.

Ergänzend zur Wohnnutzung bietet das Moringa einen Co-Working-Space, eine Kita und Angebote wie Veranstaltungsräume, Ausstellungsflächen, Fitness- oder Lounge-Bereich sowie eine Gastronomie mit Terrasse im Erdgeschoss. Neben knapp 70 Stellplätzen für Pkw (davon sind 30 Prozent für Carsharing vorbehalten) bietet die Tiefgarage mindestens die dreifache Menge für Fahrräder an, zudem gehört zum Moringa ein Mobility-Sharing-Konzept mit Angeboten vom Lastenrad bis hin zu E-Autos.

Die Landmarken AG rechnet damit, in rund zwölf Monaten den Bauantrag einreichen zu können. Nach Erhalt der Baugenehmigung sind rund zwei Jahre Bauzeit geplant, sodass eine Fertigstellung Ende 2023 möglich sein könnte.

Der Name des Moringa leitet sich übrigens von einer gesunden „Superpflanze“ ab, dem sogenannten Wunderbaum Moringa Olifeira, dem viele positive Eigenschaften zugeschrieben werden. Ein passender Name für Deutschlands erstes Cradle-2-Cradle-Wohnhochhaus.

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