Deutsche Umwelthilfe fordert Sanierungsfahrpläne
Abgestimmte Einzelmaßnahmen für ein Gesamtkonzept
Ein individueller Sanierungsfahrplan für das entsprechende Gebäude integriert aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen in ein langfristiges ganzheitliches Gesamtkonzept und erlaubt so die schrittweise und zielgerichtete Modernisierung des Gebäudes. Bei den Investitionskosten werden auch die jeweiligen finanziellen Möglichkeiten und Lebenssituationen der Gebäudeeigentümer berücksichtigt.
Noch stärkere staatliche Förderung
Die DUH fordert, dass individuelle Sanierungsfahrpläne noch stärker mit staatlicher Förderung bezuschusst werden, auch sollten die im Rahmen eines Fahrplans vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen steuerlich gefördert werden. Nur wenn Sanierungsfahrpläne in die Breite gebracht werden, können sie den wichtigen Beitrag sowohl zur Erhöhung der energetischen Sanierungsquote als auch deren Qualität leisten. Grundsätzlich ist die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung seit über einem Jahrzehnt überfällig.
Denkbare niedriginvestive Maßnahmen sind Heizungsoptimierungen wie ein hydraulischer Abgleich oder ein Pumpentausch sowie Geschossdecken- und Einblasdämmungen, die die Heizkosten reduzieren.
Fahrpläne verbessern die Datenlage beim Stand der Gebäudesanierung
Damit individuelle Sanierungsfahrpläne ihre volle Wirkung für die energetische Gebäudesanierung und den Klimaschutz entfalten, bedarf es weiterer flankierender Maßnahmen seitens der Bundesregierung: Aufgrund der langen Investitionszyklen muss bei allen Maßnahmen im Gebäudesektor stets vom Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestandes in 2050 gedacht und geplant werden. Neubauten müssen bereits heute klimaneutral errichtet und bei schrittweiser Sanierung eines Bestandsgebäudes mithilfe eines individuellen Sanierungsfahrplans muss mindestens der Zielstandard KfW-Effizienzhaus 55 festgelegt werden.
Durch die Erstellung von gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplänen kann zudem die Datenlage beim Stand der Gebäudesanierung verbessert werden. Der Bundesregierung würde so die Basis für eine bundesweite Sanierungsstrategie mit konkreten Handlungsschritten und Prioritäten für die kommenden Jahrzehnte geliefert.
Quelle: Deutsche Umwelthilfe
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Weiterführende Links:
www.duh.de











