Besondere Wohnformen

Ungenutzes Kinder- und Jugendwohnheim wird umgebaut

Ein Kinder- und Jugendwohnheim aus den 1970er-Jahren stand seit Jahren größtenteils leer. Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte will einen Teil erhalten und instandsetzen, den anderen Teil abreissen. Das Neubauprojekt wird insgesamt 108 Wohneinheiten umfassen, von denen 91 durch öffentliche Mittel gefördert werden.

v.l.n.r.: Steffen Helbig (Geschäftsführer WBM), Ephraim Gothe (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, Prof. Petra Kahlfeldt (Senatsbaudirektorin und Staatsekretärin für Stadtentwicklung), Lars Dormeyer (Geschäftsführer WBM). Bildrechte: Claudius Pflug
v.l.n.r.: Steffen Helbig (Geschäftsführer WBM), Ephraim Gothe (Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, Prof. Petra Kahlfeldt (Senatsbaudirektorin und Staatsekretärin für Stadtentwicklung), Lars Dormeyer (Geschäftsführer WBM). Bildrechte: Claudius Pflug

Quartiersentwicklung Berlin-Mitte Rathenower Straße

Für besondere Wohnformen werden 24 Wohneinheiten in sieben sogenannten Clusterwohnungen geschaffen, die gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen. Barrierefreiheit steht ebenfalls im Fokus: 104 der neuen Wohneinheiten werden barrierefrei sein, vier rollstuhlgerecht. Die Miete für die geförderten Wohnungen beginnt bei 7,00 Euro pro Quadratmeter.

Neben den Wohnungen entstehen 3.600 Quadratmeter Gewerbeflächen. Diese sollen vor allem für soziale Träger, Beratungsstellen und kulturelle Nutzungen bereitgestellt werden. Ziel ist es, einen lebendigen und inklusiven Ort zu schaffen, der den sozialen Zusammenhalt im Quartier stärkt. Die zentrale Lage in fußläufiger Nähe zum Berliner Hauptbahnhof sorgt für eine ausgezeichnete Anbindung an den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr.

Das gesamte Projekt basiert auf einem partizipativen Ansatz: Bereits 2019 wurden die Planungen in einem offenen Dialogverfahren mit der Nachbarschaft entwickelt. Zahlreiche Ideen und Anregungen wurden in das Konzept integriert. Ziel war es, einen lebendigen und funktionalen Ort zu schaffen, der den vielfältigen Bedürfnissen der Anwohner*innen entspricht. Als „Ort der Vielfalt“ wurde das Projekt Rathenower Straße für den Real Estate Social Impact Investing Award 2024 nominiert. Der Preis soll Projekte mit einer additiven sozialen-gesellschaftlichen Wirkung fördern.

Derzeit befinden sich bei der WBM über 1.600 Wohnungen im Bau, die innerhalb der nächsten 24 Monate dem Berliner Wohnungsmarkt übergeben werden.

Quelle: WBM

Daten und Fakten zum Projekt:
Lage: Rathenower Straße 16, 10559 Berlin
Projekt: Revitalisierung Bestand und Neubau eines Gebäudes für Wohnen und soziokulturelle Nutzungen Wohneinheiten: 108 Wohneinheiten, davon 91 gefördert; 104 barrierefrei; 4 rollstuhlgerecht
Gewerbe: 3.600 qm
Besonderheiten: Kooperative, komplexe Quartiersentwicklung mit besonderen Wohnformen, sozialer und kultureller Mix, Umbau eines Bestandsgebäudes, Realisierung eines öffentlichen Stadtplatzes mit Zugang zum Fritz-Schloß-Park Fertigstellung: 1/2027 Architekten: CKRS Architektengesellschaft mbH (LP 1-4), LP 5 Fischer + Werner Architekten Bauausführung: ANES Bauausführungen Berlin GmbH
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