„Wohnen am Campus“ Berlin-Adlershof

Bezahlbare Mietwohnungen sowie vielfältige Architektur

Adlershof ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Seit den späten 1990er Jahren entsteht hier die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Auf einer Fläche von rund 2,7 Hektar am Rand des Technologieparks errichtet die landeseigene Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH das autofreie Quartier „Wohnen am Campus“ für mehr als 1.000 Menschen.

Howoge Adlershof Wohnen am Campus Nahansicht - Rendering vizoom für_blocher_partners (Blocher_GmbH)
Howoge Adlershof Wohnen am Campus Nahansicht - Rendering vizoom für_blocher_partners (Blocher_GmbH)

Ende Oktober war Richtfest für elf Wohnhäuser, eine Kita für 75 Kinder sowie Einzelhandelsflächen für den täglichen Bedarf. Geplant ist eine Mischung aus Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen, die durch eine Kita und Gewerbeflächen ergänzt wird. Hinzu kommen 108 Mikro-Apartments, die ideal für Studierende des nahen Campus der HU Berlin sind. Die Erschließung der Wohnungen erfolgt teilweise über Laubengänge. Das Konzept der aus elf Baukörpern bestehenden Wohnanlage geht auf einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zurück

Ein Quartier der kurzen Wege

Das Wohnraumangebot im Quartier richtet sich an alle Generationen und Bevölkerungsgruppen. Von den 613 Ein- bis Fünfraumwohnungen, werden 253 als geförderter Wohnraum vermietet, 108 Wohnungen sind als Mikro-Apartments für Studierende vorgesehen. Die übrigen Einheiten liegen gemäß der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin im Schnitt bei rund 10,00 Euro pro Quadratmeter.

„Divers und vielfältig“ das war der Anspruch der Architektur, betont der verantwortliche Architekt Dieter Blocher, geschäftsführender Gesellschafter und Gründer von blocher partners, Stuttgart, Mannheim und Berlin.

Geldbeutel schonende Energieversorgung

Neben den bezahlbaren Mieten sowie der vielfältigen Architektur stehe„Wohnen am Campus“ für klimafreundliches Bauen: „Weniger Überbauung in der Fläche bedeutet mehr Grün für alle. Die technische Gebäudeausstattung der Häuser und insbesondere der Einsatz von Photovoltaikanlagen würden wichtige Energieressourcen und nicht zuletzt den Geldbeutel der Mieter schonen. So wird das Quartier mit CO2-freiem Mieterstrom vom eigenen Dach versorgt. Die PV-Anlage mit einer Leistung von bis zu 450 KW ist die bislang größte im Bestand der Howoge. Die Preise für den Howoge-Grünstrom sollen unter den vergleichbaren Markttarifen und liegen und tragen zu einer günstigen Gesamtmiete bei.

In den Wohnungen selbst sorgen dezentrale Wohnungsstationen für die Beheizung sowie die Warmwasserbereitung. Die Energieeinsparung ergibt sich hier vor allem durch niedrige Systemtemperaturen. Wasser wird nicht wie üblich zentral auf 60 Grad, sondern erst bei Bedarf in der Wohnung auf 45 Grad erwärmt. Das führt zu einer Energieeinsparung von bis zu 30 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Das System benötigt weniger Rohrleitungen. Insgesamt konnten so ca. 120 Quadratmeter Nutzfläche mehr entstehen, die z.B. für Wohnflächen, Kinderwagen- und Rollatorenräume oder Fahrradstellplätze genutzt werden.

Neben insgesamt 1.174 Fahrradstellplätzen steht den Mieter:innen eine Tiefgarage mit 177 Stellplätzen von denen bis zu 40 für E-Mobilität ausgebaut werden können, zur Verfügung.

Quelle: Howoge

Zu den Straßennamen:
Herman Dorner
(1882 - 1963) war Ingenieur und Flugzeugpionier. Er war Fluglehrer an der Luftfahrerschule Adlershof.
Karl Waldemar Ziegler (1898 - 1973) war ein deutscher Chemiker. Er leitete fünfundzwanzig Jahre lang das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr und er war 1946 Mitbegründer und bis 1951 erster Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

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