Effizienter Betrieb von Heizungen
Der ZIA, hat mit seiner Task Force Energie ein Sofortprogramm zur Sicherstellung der Wärmeversorgung im Gebäudebereich verabschiedet. Demnach bieten sich insbesondere fünf Hebel an, um eine schnelle Senkung des Wärmebedarfs um etwa 30 Prozent zu ermöglichen:
- ein sofortiges Verbot für den Einbau von Erdgasheizungen im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern;
- die Sicherstellung des effizienten Betriebs von Heizungen;
- die Beeinflussung des Nutzerverhaltens;
- die Erleichterung des Einbaus von Wärmepumpen und die Einführung von Mindestquoten für grüne Gase.
Ein sofortiges Verbot für den Einbau von Gasheizungen im Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern entlastet die Nachfrage nach Erdgas. Da sich insbesondere in Ein- und Zweifamilienhäusern die Wärmeversorgung über Wärmepumpen unkompliziert elektrifizieren lässt, sollte diese Maßnahme kurzfristig umgesetzt werden. >> wir berichteten: Verbot von Gasheizungen im Neubau kommt früher
Brennstoffeinsparungen von zehn Prozent
Die Sicherstellung des effizienten Betriebs von Heizungen ist eine schnell umsetzbare Maßnahme, die zu deutlichen Brennstoffeinsparungen von zehn Prozent führen kann. Für Heizungsanlagen sollte daher eine Mindesteffizienz verpflichtend eingeführt werden, die von der Bundesregierung definiert wird. Bis dahin sollten Optimierungsmaßnahmen zur Steigerung der Anlageneffizienz über die BEG kurzfristig gefördert werden, um einen Anreiz für Vermieter zur Überprüfung der Anlagen zu schaffen. Das entlastet auch Mieter, die im Anschluss weniger Brennstoffkosten zahlen müssen.
Die Beeinflussung des Nutzerverhaltens ist die kurzfristigste Maßnahme, um den Energieverbrauch zu reduzieren – schließlich senkt eine Verringerung der Raumtemperatur um nur 1°C den Heizwärmebedarf um mindestens 6 Prozent. Eine solche Beeinflussung kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden: sowohl über die zunehmende Digitalisierung von Immobilien und eine unterjährige und digitale Verbrauchsvisualisierung als auch über die Ansprache der BewohnerInnen durch gezielte Kampagnen der Bundesregierung zu effizientem Heizverhalten.
Zur Erleichterung des Einbaus von Wärmepumpen braucht es unbürokratischere und schnellere Umsetzungsbedingungen, statt aufwändiger Prüfprozesse von Hausanschlussleistung und Steuerbarkeit durch den Energieversorger. Grundsätzlich muss auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand jede Form erneuerbarer Energie stärker in Gebäuden eingesetzt werden. Hierzu zählt auch der verstärkte Einsatz biogener und klimaneutraler gasförmiger Brennstoffe.
Eine reine Fokussierung auf Wärmepumpen greift für den Immobiliensektor jedoch zu kurz. Die Bundesregierung sollte daher Mindestquoten für den Einsatz von Biogas, Biomethan als Brückentechnologie sowie perspektivisch für Wasserstoff und dessen Nachfolgeprodukt PtG (synthetisches Gas) einführen.
Quelle: ZIA
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